Josef Bordat. Am letzten Tag des Kalenderjahres gedenkt die Kirche des Heiligen Silvester I., ein Papst, dessen Amtszeit (314-335) in eine weltgeschichtliche Umbruchsphase fällt. 313 hatte der römische Kaiser Konstantin im Toleranzedikt von Mailand Religionsfreiheit garantiert und damit das Christentum, das sich überall im Reich ausgebreitet hatte, offiziell anerkannt. 325 wurde auf dem Konzil von Nicaea, an dem Silvester nicht teilnahm, sich aber vertreten ließ, das erste Glaubensbekenntnis formuliert.
Über das Leben und Wirken Silvesters ist nur wenig bekannt, es fehlt jeder schriftliche Nachlass. Die Legenda Aurea berichtet davon, dass Silvester den kranken Konstantin geheilt und getauft und dieser der Kirche zum Dank zahlreiche materielle und immaterielle Privilegien zugesprochen habe (die so genannte „Konstantinische Schenkung“). Dies entspricht aber nicht der historischen Wahrheit, wie bereits im späten Mittelalter von Nikolaus von Kues und Lorenzo Valla nachgewiesen wurde…>mehr.
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foto: Fred Wolf / pixelio.de



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