Josef Bordat. Der junge Angestellte der türkischen Fluggesellschaft blickt gebannt auf den Monitor, runzelt die Stirn, blättert ein wenig in unseren Reisepässen, starrt für Minuten auf das Flugticket, dann wieder auf den Monitor. Kopfschütteln. Schließlich sieht er uns an, stirnrunzelnd. „Samsing frong wiss aua dockjumentz?“ – „One moment, Sir. Please wait!“ Sprach es, griff zum Telefon, wählte jedoch keine Nummer, sondern drückte nur einen Knopf. Irgendwo würde jetzt ein Alarm losgehen.
Ich hatte es immer befürchtet: Irgendwann würde es soweit sein, irgendwann würde die Sache von 1976 rauskommen, die geklauten Lakritze (eigentlich waren es „Salinos“, aber ich will keine Werbung machen), das hinterzogene Wassereis, die gefälschten Esspapiere (ja, so was gab es – Schoko, Erdbeer und E 234). Irgendwann würde Interpol erbarmungslos zuschlagen. Ich war einfach in den letzten 30 Jahren zu unvorsichtig gewesen. Ich musste ja unbedingt in der Nähe von Twisteden groß werden, habe Leute wie Hoeneß und Overbeck verteidigt und halte Beschneidungen nicht in jedem Fall für menschenrechtswidrige Gräueltaten. All das sollte für einen Haftbefehl reichen…>mehr.
foto: RainerSturm / pixelio.de



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