Josef Bordat. Der Monat Mai ist in der Katholischen Kirche besonders der Gottesmutter Maria gewidmet, die wir als Miterlöserin und Fürsprecherin verehren. Zugleich ist Maria uns ein Vorbild im Glauben, das Mariengedenken im Mai ein Aufruf an alle Christen, marianisch zu leben.
Marianisch leben bedeutet, Gott zu vertrauen. Maria ist eine demütige Frau, die Gott bedingungslos vertraut, die Seine Intention bejaht. Sie wird damit zur „Proto-Christin“, die dem Dreifaltigen Gott zustimmt, die „Ja!“ sagt zum Vater, dem Schöpfer, zum Heiligen Geist, der über sie kommt, und zu Jesus, der durch sie Mensch wird. In Marias Antwort auf die Anfrage Gottes, in ihrer Zustimmung zum göttlichen Plan, in ihrer Unterordnung unter den Willen Gottes manifestiert sich der christliche Glaube in seinem Charakter als existenzielle Entscheidung im Vertrauen auf die Größe des Herrn: „Mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ (Lk 1, 38) – Christen können auch 2000 Jahre später nichts anderes antworten, zumindest nichts besseres. – Das ist der Kerngedanke des marianischen Lebensund der Grund der Verehrung Mariens durch die Kirche, hier und jetzt.
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foto: RainerSturm / pixelio.de



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