Eine Kultur der Religionen: Juden, Moslems, Christen

Mittelalter. Al-Andalus, goldener Traum.
Im Sommer 711 begann die arabische Herrschaft in Spanien. Sie schuf eine Kultur, in der Muslime, Juden und Christen zueinander fanden.

Gehört der Islam zu Europa? Gehören Moscheen neben Kirchen? Oder müssen wir uns abschotten, den Bau von Minaretten neben Glockentürmen verbieten? Ist der Islam etwas Fremdes, das uns von außen bedroht? Wer ist Wir?, so formuliert Navid Kermani die erste, die naheliegendste Gegenfrage im Titel seines neuesten Buches.>mehr.

foto: fusky,flickr.com


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Kommentare

10 Kommentare zu „Eine Kultur der Religionen: Juden, Moslems, Christen“

  1. „… Muslime, Juden und Christen zueinander fanden?“

    Die folgenden Zeilen schreibe ich in dem Bewußtsein, daß mir als Christ geboten ist, meinen Nächsten zu lieben unabhängig von seiner Religion, Hautfarbe, Herkunft, usw..

    Wenn ich auch meinen muslimischen Nachbarn lieben soll, muß ich deswegen nicht seine Religion lieben.

    Jeder Christ sollte das Christentum für die richtige Religion halten, denn wie kann ich an etwas glauben, von dem ich nicht überzeugt bin?

    Kein Christ wird versuchen andern Menschen das Evangelium aufzuzwingen, sondern er wird es nur freundlich anbieten.

    Das Christentum paßt sehr gut zu einer demokratischen, freiheitlichen Gesellschaft. Christliche Liebe ist Demokratie!

    Der Koran ist in mehrfacher Hinsicht antichristlich:

    – er lehnt die Dreieinigkeit ab

    – er lehnt die Gottessohnschaft Jesu Christi ab

    – er ruft Muslime zum Kampf gegen Juden und Christen auf

    – der Islam soll herrschen und andere Religionen verdrängen

    – Mohammed wird über Christus gestellt!!!

    – Jesus als Erlöser ist dem Koran völlig fremd

    Es ist eine sehr gefährliche Tendenz, den Islam zu verharmlosen oder als dem Christentum gleichwertige Religion zu betrachten. Streng genommen, ist der Islam dem Christentum und der westlichen Kultur feindlich. Ich glaube, im Altertum wird sich kaum ein Land darüber gefreut haben, wenn es von einer islamischen Armee angegriffen wurde, die auch Säuglinge abschlachtete und Frau und Kind tötete.

    Wer sich nur minimal mit Geschichte befaßt, wird schnell das wahre Gesicht des Islam erkennen. Gott behüte und vor dem Islam.

    Zu den Juden:

    Sie sind unsere Brüder!!!

  2. @Rainer

    ich schreib mal in Deinen Text rein, mit >>> kenntlich gemacht:

    Wenn ich auch meinen muslimischen Nachbarn lieben soll, muß ich deswegen nicht seine Religion lieben.

    >>> aber respektieren

    Jeder Christ sollte das Christentum für die richtige Religion halten, denn wie kann ich an etwas glauben, von dem ich nicht überzeugt bin?

    >>> stimmt prinzipiell. Aber ich denke an ein gutes Bild in einem Religionsbuch mit verschiedenen religiösen Symbolen. Darunter steht: „God is too big for one religion“.

    Kein Christ wird versuchen andern Menschen das Evangelium aufzuzwingen, sondern er wird es nur freundlich anbieten.

    >>> doch, es gibt viele fundamentalistische Christen, die das mit der Brechstange versuchen.

    Das Christentum paßt sehr gut zu einer demokratischen, freiheitlichen Gesellschaft. Christliche Liebe ist Demokratie!

    >>> ja, finde ich eigentlich auch

    Der Koran ist in mehrfacher Hinsicht antichristlich:

    >>> naja, was ist denn das für eine Aussage. Ist ja irgendwo logisch. Die Bibel ist gewissermaßen dann ebenfalls antimuslimisch, weil sie ja ihren eigenen Glauben kommuniziert…

    – er lehnt die Dreieinigkeit ab

    >>> die Bibel lehnt den einen Gott als Solitär ab, teilt ihn in eine Dreiheit auf

    – er lehnt die Gottessohnschaft Jesu Christi ab

    >>> Die Bibel lehnt Mohammed als Propheten potentiell wohl auch ab (kann man nur vermuten, weil der Islam ja später entstand…)

    – er ruft Muslime zum Kampf gegen Juden und Christen auf

    >>> ja, solche Stellen gibt es wohl. Es gibt aber auch die Stellen, die anderen Menschen ihre Glaubensfreiheit lassen, wenn ich das richtig sehe…

    – der Islam soll herrschen und andere Religionen verdrängen

    >>> ist Interpretationssache. Die christliche Religion wurde ja auch immer wieder für politische Zwecke eingespannt….zuletzt wohl der „Feldzug gegen die Achse des Bösen“, wenn man das so sehen will….

    – Mohammed wird über Christus gestellt!!!

    >>> naja, und das NT sieht Christus als den Höchsten. Ist doch logisch….

    – Jesus als Erlöser ist dem Koran völlig fremd

    >>> Jesus wird allerdings als Prophet gesehen….

    Es ist eine sehr gefährliche Tendenz, den Islam zu verharmlosen oder als dem Christentum gleichwertige Religion zu betrachten.

    >>> es kommt bei beiden Religionen auf die Auslegungen an. Fundamentalismus ist in beiden Fällen gefährlich…

    Streng genommen, ist der Islam dem Christentum und der westlichen Kultur feindlich.

    >>> hast Du Belege für diese Behauptung ?

    Ich glaube, im Altertum wird sich kaum ein Land darüber gefreut haben, wenn es von einer islamischen Armee angegriffen wurde, die auch Säuglinge abschlachtete und Frau und Kind tötete.

    >>> Ich glaube, auch kein muslimisches Land freute sich über christliche Kreuzritter, sei es nun damals oder unter George Bush, der ja seinen Angriff auf den Irak und gegen die „Achse des Bösen“ fast schon in einen religiösen Zusammenhang stellte…

    Wer sich nur minimal mit Geschichte befaßt, wird schnell das wahre Gesicht des Islam erkennen. Gott behüte und vor dem Islam.

    >>> Hmmm, ob es DAS wahre Gesicht des Islam überhaupt gibt ? Ich glaube, er ist viel zu heterogen, als EIN EINZIGES wahres Gesicht zu haben. Die christlichen Kirchen sind auch heterogen…

    Zu den Juden:

    Sie sind unsere Brüder!!!
    >>> Ja. Aber alle Menschen sind unsere Brüder. Unabhängig von ihrer Weltanschauung oder Religion oder sexuellen Ausrichtung.

  3. Man kann nur stauen,was der Buchstabe der Bibel alles hergibt bei Menschen und „Christen“,
    die von Menschen zu „Christen gemacht wurden und
    NICHT von Christus,GOTT und HERR!!!
    Es ist schon so wie Paulus schreibt, „dass der Buchstabe der Bibel tötet“ und darum haben wir auch so viele >geistig tote „Christen“,die weder eine ihnen offenbarte heilige Erkenntnis Gottes und Jesus Christus haben.
    CHRISTUS,GOTT und HERR, ist der erste Lerer des Menschen von Anfanng der Menschheit,der Logos Gottes.
    ER ist es auch,den wir hören sollen befahl GOTT auf dem Berg der Verklärung,dann sieht es bei uns anders aus in einem sogenannten „Christentum“ das mehr dem Heidentum ähnelt und nicht einem Christentum.

  4. @theolounge

    Vielen Dank für die Veröffentlichung meines letzten Kommentars.

    Ich lese den Koran gerade ein zweites Mal durch. Von den Gebrüdern Grimm soll es doch ein Märchen über einen Menschen geben, dem man keine Angst einjagen konnte. Der Koran hätte wahrscheinlich sogar ihn das Gruseln gelehrt.

    Was ich in meinem letzten Kommentar gesagt habe, könnte man noch damit abtun, daß man sagt, auf Theologie kommt’s doch nicht so genau an, Hauptsache wir glauben alle an den einen Gott.

    Schön und gut, aber Mohammed war noch viel antichristlicher und antijüdischer, als ich bisher angenommen hatte:

    Muhammad sieht Christen und Juden als Moslems, die von ihrem (dem muslimischen) Glauben abgefallen sind. Der este islamische Führer in den Augen Mohammeds war Abraham.
    Die Wenigen, die Abraham folgten, waren echte Muslime, diejenigen, die den Glauben Abrahams verwarfen, waren die Juden. Auch Moses und Jesus werden als islamische Führer gesehen. Normale Christen werden aber von Mohammed verdammt und als solche bezeichnet, die den Glauben Jesu verwarfen. Die Wenigen, die Jesus nachfolgten, waren nach Mohammed’s Ansicht Muslime. Judentum und Christentum sind also in Mohammed’s Augen entartete Religionen, die die wahre Religion, den Islam, aufhalten.

    Das ist doch der Hammer, nach Mohammed gibt es nur einen wahren Glauben: Der Islam. Juden und Christen werden als von Allah abtrünnige verdammt.

    Schlußfolgerung: Koran, nein danke!

    Trotz allem will ich meine muslimischen Mitbürger lieben. Blauäugig muß ich aber nicht sein!

  5. Avatar von meryemdeutschemuslima
    meryemdeutschemuslima

    hmm, ich schreibe mir gerade was über „Dialog“ vom Herzen und finde hier ein gutes Beispiel für das, was ihn erschwert.

  6. […] Ein gutes Beispiel für das was ich interreligiös für schwierig halte, gibt es hier auf einer Diskussion bei theolounge. […]

  7. Avatar von meryemdeutschemuslima
    meryemdeutschemuslima

    hmm, ich schreibe mir gerade was über „Dialog“ vom Herzen und finde hier ein gutes Beispiel für das, was ihn erschwert.

    Ich hab mir mal die Argumentation geklaut…
    http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/2011/06/26/geht-echter-dialog/

  8. @Rainer Braendlein

    Ich schreibe mal in Ihren Text wieder hinein, gekennzeichnet durch >>>

    Ich lese den Koran gerade ein zweites Mal durch. Von den Gebrüdern Grimm soll es doch ein Märchen über einen Menschen geben, dem man keine Angst einjagen konnte. Der Koran hätte wahrscheinlich sogar ihn das Gruseln gelehrt.
    >>> was meinen Sie da genau?

    Was ich in meinem letzten Kommentar gesagt habe, könnte man noch damit abtun, daß man sagt, auf Theologie kommt’s doch nicht so genau an, Hauptsache wir glauben alle an den einen Gott.
    >>> Juden, Christen, Moslems haben den Monotheismus und anerkennen alle den Stammvater Abraham, also abrahamitische Religionen.

    Schön und gut, aber Mohammed war noch viel antichristlicher und antijüdischer, als ich bisher angenommen hatte:

    Muhammad sieht Christen und Juden als Moslems, die von ihrem (dem muslimischen) Glauben abgefallen sind. Der este islamische Führer in den Augen Mohammeds war Abraham.
    Die Wenigen, die Abraham folgten, waren echte Muslime, diejenigen, die den Glauben Abrahams verwarfen, waren die Juden. Auch Moses und Jesus werden als islamische Führer gesehen. Normale Christen werden aber von Mohammed verdammt und als solche bezeichnet, die den Glauben Jesu verwarfen. Die Wenigen, die Jesus nachfolgten, waren nach Mohammed’s Ansicht Muslime. Judentum und Christentum sind also in Mohammed’s Augen entartete Religionen, die die wahre Religion, den Islam, aufhalten.

    >>> „entartet“ kommt mir falsch vor als Ausdruck. Es sind Religionen, die ebenso Gotteserkenntnis haben aus islamischer Sicht, aber aus islamischer Sicht sei diese durch Mohammed abschließend gebündelt worden.

    Das ist doch der Hammer, nach Mohammed gibt es nur einen wahren Glauben: Der Islam. Juden und Christen werden als von Allah abtrünnige verdammt.
    >>> Dass sie verdammt werden, ist mir neu. Woher nehmen Sie das ?

    Schlußfolgerung: Koran, nein danke!
    >>> die Argumentation ist mir etwas zu dürftig, um daraus diese Schlussfolgerung zu ziehen. Ich bin ja auch Christ und sehe die Bibel als wegweisendes Buch. Aber der Koran ist vermutlich auch vielschichtig…

    Trotz allem will ich meine muslimischen Mitbürger lieben. Blauäugig muß ich aber nicht sein!
    >>> klar sollte man nach Jesu Vorbild in Nächstenliebe miteinander umzugehen versuchen. Seine Forderungen sind ja die Nächstenliebe, Feindesliebe und Gottesliebe.

  9. Koran, Sure 9, 29-30:

    29. Kämpfet wider diejenigen aus dem Volk der Schrift, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben und die nicht als unerlaubt erachten, was Allah und Sein Gesandter als unerlaubt erklärt haben, und die nicht dem wahren Bekenntnis folgen, bis sie aus freien Stücken den Tribut entrichten und ihre Unterwerfung anerkennen.

    30. Die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort ihres Mundes. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet!

    Verständnishilfe:

    – Mit „Volk der Schrift“ sind Christen und Juden gemeint.

    – „Allah’s Gesandter“ ist Mohammed

    – „Wahres Bekenntnis“ ist das Bekenntnis zum Islam, Koran und Mohammed

    – „Allah’s Fluch über sie!“ bedarf keiner Erklärung

  10. @Rainer

    Ich denke mal, dass man diese Stellen zeitbedingt interpretieren muss und dass wohl auch Stellen gibt, die das Leben des Menschen hochachten. Jetzt bräuchten wir einen Islamkenner zum Thema.

    Aber es gibt ja in der Bibel auch Gewaltstellen, die durch die Auslegung nach der „Mitte der Schrift“, also nach Jesus und seiner Botschaft, interpretiert werden.

    Hier der Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Gewalt_in_der_Bibel

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