Still stehen

stilleHör dir dies an, Ijob ! Steh still, um die Wunder Gottes zu betrachten. (Hiob 37,14)

Manchmal denke ich, dass ich zu schnell unterwegs bin; wie durch das Leben haste ohne es zu bemerken. Kennst Du das, dass Du Dich manchmal fühlst als würde Dein Leben an Dir vorbeirauschen wie die Landschaft vor dem Zugfenster? Vielleicht ist das der Grund dafür, dass wir oft in Autos, Flugzeugen oder eben Zügen die melancholischsten Momente haben – weil die vorbeifliegende Landschaft uns an das Leben erinnert, das wir geniessen könnten wenn wir nicht dauernd zwischen A und B hängen würden.
Wie heisst es doch in dem schönen Lied von New Model Army? „The time I think most clearly, the time I drift away, is on the busride that meanders through these valleys of green and grey…“

Von Zeit zu Zeit ist es nötig stille zu stehen und das zu sehen, was dem Auge in der Geschwindigkeit verborgen bleibt. Man sieht nicht alles, wenn man zu beschäftigt ist. Gerade die kleinen aber wichtigen Details fallen unter den Tisch: die Wunder Gottes. Die grossen übersieht man sicherlich nicht, aber wie viele kleine Gegenwartsbeweise Gottes gehen uns durch die Lappen, weil wir einfach zu schnell durchs Leben hasten?

Meine Omi sagte immer „nimm Dir Zeit und nicht das Leben“. Da ist mehr dran als ich dachte, denn wer sich keine Zeit nimmt, der nimmt sich das Leben ohne sich zu töten. Leben braucht einfach Zeit und Musse.

Nehmt Euch Zeit zum beten und denken.

Dieser Artikel in Spanisch

[Originalpost]

Bild: © Helmut Schneider | pixelio.de


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Kommentare

3 Kommentare zu „Still stehen“

  1. stille wird – gerade in unserer schnelllebigen und hektischen zeit – immer wichtiger, damit die seele nachkommt…
    danke für den artikel und liebe grüsse,
    andy

  2. freut mich, andy, danke für das feedback. hektik und stress werden einfach überbewertet 🙂

  3. Avatar von dream

    Wir geraten in Hektik und Stress, weil wir immer mehr in eine Stunde, einen Tag, eine Woche packen müssen. Zu erledigende Aufgaben nehmen zu, sei es in Familie oder Beruf.
    Durch unsere hochtechnologisierte Welt wachsen zunehmend unsere Anforderungen, wir stecken Ziele zu hoch.
    Manchmal schau ich schon ein wenig sehnsüchtig zu den Amish-People.

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