Christen mit häßlicher Fratze

Heute haben aus Anlaß des Eurovision Song Contest homosexuell liebende Menschen in Rußland für ihre Rechte demonstriert. Der Bericht in der heutigen Tagesschau über die Reaktionen von Christen in Rußland auf diese Demonstration erschüttert und entsetzt mich.

Ich finde es abgrundtief traurig, mit welcher Überheblichkeit und welchem Haß hier vor dem vorgeblichen Hintergrund ihres Glaubens mal wieder von Christen über Menschen hergezogen wurde die homosexuell veranlagt sind.

Ich verstehe das Evangelium anders. Jesus hat sich gerade den Marginalisierten und Ausgegrenzten zugewandt. Und er hat nie die Liebe verurteilt, sondern höchstens die Menschen, die meinten, sie müssten ihre „Glaubens“überzeugungen über das Grundgebot der Gottes- und Nächstenliebe stellen.

Eigentlich hätten das alle Christen innerhalb eines Zeitraums von 2000 Jahren seit Gott selbst in Jesus Christus hier auf Erden war, lernen können.

Der Bericht in der Tagesschau: Demo Moskau (Video)


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Kommentare

88 Kommentare zu „Christen mit häßlicher Fratze“

  1. schließe ich mich an Deinem Artikel !

  2. Also nun ehrlich, da siehst du gerade mal zwei drei extreme orthodoxe Christen und meinst dich dann über DIE Reaktion von Christen in Russland aufregen zu müssen? So leid es mir tut, du hast lediglich den dir von den Medien angebotenen Frosch geschluckt. Wie Christen in Russland über Schwule denken und reden, weißt du aufgrund des Berichts noch lange nicht.

  3. @ Charly

    ganz kurz als Reaktion: Ich habe weder das Stichwort „orthodoxe“ verwendet, noch von „die“ Christen in Russland geschrieben – das sind jetzt Verschärfungen und Zuspitzungen, die von Deiner Seite kommen – ich fände es aber schon entsetzlich genug, wenn es auch nur einige wenige waren (die dann aber in erstaunlicher Regelmäßigkeit aufzutreten scheinen …)

    Walter

  4. Das es orthodoxe Christen waren, ist in dem Bericht ersichtlich. Du hast zwar nicht explizit „die Christen“ geschrieben, aber deine Kritik lässt das für mich so pauschal klingen.
    Solche (wohlgemerkt) einzelne Christen findest du in aller Welt. Ihnen Aufmerksamkeit zu schenken ist mMn schon zuviel der Ehre. Eine erstaunliche Regelmäßigkeit kann ich hier nicht sehen – nicht mehr als die Regelmäßigkeit der üblichen Berichterstattung über extreme Randgruppen der Gesellschaft. Wenn etwas an diesem Geschehen in Moskau ungeheuerlich ist, dann das Vorgehen der Staatsmächte gegen die Demonstranten. Denn selbst diese Christen hatte nur harte Worte, den Würgegriff setzten aber auch diese nicht an.

  5. bzgl. der Regelmäßigkeit: wenn über entsprechende Demonstrationen berichtet wird (und ich bin natürlich auf die Medien als Info-Quelle angewiesen; wenn man nicht dabei war, ist man das ja grundsätzlich …) kommt es in der Tat regelmäßig vor, dass auch von Christen die Rede ist, die hier gegen die homosexuell liebenden Menschen auf den Plan treten (vgl. u.a. eines der Bilder zum Artikel Moskau: Brutale Übergriffe gegen Schwule und Lesben im Spiegel); ich müsste jetzt recherchieren, um weitere Fotos und Belege zu finden, aber ich gehe aus meiner bisherigen Wahrnehmung davon aus, dass ich nicht lange suchen müsste

    ich fände es sehr gut, wenn wir Christen uns auf die Seite derer stellen, die verfolgt und gedemütigt werden; da wäre unser Platz in der Nachfolge Christi; wir haben unseren Platz in den letzten 2000 Jahren schon viel zu häufig auf der Seite derer gesucht, die an der Macht sind

  6. Jo, dieses Bild, dass du auf Spiegel-online verlinkt hast, bringt es auf den Punkt. Da steht ein Mensch, mit einem (orthodoxen) Kreuz und die Medien stürzen sich wie irre darauf.
    Ich wundere mich, dass du dort den Christen siehst, während ich die Gier der Medien dort sehe. (btw.: ein Bild von insgesamt 13!)
    Natürlich stürzen sich die Medien auf krasse Gegensätze. Es wäre ja langweilig über moderate Diskussionen und Schulterschlüsse zu berichten. Ganz ehrlich: hättest du solches in derselben Berichterstattung auch bemerkt? Hast du in der Fotostrecke am Anfang die Bilder der Rechtsradikalen auch bemerkt? Auch eine extreme Gruppe, die sich wunderbar für provokante Bilder eignet.

    Wenn ich mir zB die Diskussion – oder was noch davon übrig ist – zwischen div. Christen und Homosexuellen ansehe, finde ich die Christen permanent falsch zitiert. Es wird also von dem Medien ein Bild gemalt, das sich jetzt verkaufen lässt und den zukünftigen Medienmarkt weiter eröffnet. Ob das dann auch der Wahrheit entspricht, interessiert meist, insbesondere bestimmte Medien (wie zB der Spiegel), nicht. Es geht um Auflagen und Zuschauerzahlen. Kurz gesagt: es geht einfach nur um Geld.

    Also, siehst du all die Christen eigentlich, die sich auf die Seite der Homosexuellen stellen, ohne deren Tun gut zu heißen, auch? Würdigst du ihr Handeln ebenso öffentlich, wie du jetzt dieses andere Handeln tadelst?

  7. In Moskau an der Seite der Schwulen und in Marburg an der Seite evangelikaler Christen 😉
    Wo ich gerade 2 Schwulenkritische Artikel hier verfasst habe, muß ich an dieser Stelle auch mal sagen, daß mir das Verhalten der (orthodoxen) Christen in Moskau auch zuwider ist. Allerdings finde ich wie Charly auch die Staatsmacht dort schlimmer. Obwohl mir Volker Beck herzlich unsympathisch ist und ich seine Meinungen zu Schwulenfragen sicher nicht teile, habe ich doch mittlerweile Respekt vor seinem Engagement 2007 in Moskau bei einer ähnlichen Demo. Hut ab!
    Noch ein kleiner Kritikpunkt zu Deinem Artikel:
    Ich finde den Ausdruck „homosexuell liebende Menschen“ irreführend.
    Ich würde auch nicht den Ausdruck „heterosexuell liebende Menschen“ benutzen, weil Liebe für mich völlig unabhängig vom Geschlecht oder Sex ist. Das kann zwar parallel der Fall sein (Liebe und Sex) muss aber überhaupt nicht, weder bei Heteros noch bei Schwulen noch bei sonstwie gepolten. Liebe und Sex ist kein Synonym!

  8. Ich kenne aber aus recht guter Quelle einige Ansichten über orthodoxe Christen in Russland und man kann sagen, dass sie recht extrem sind in einigen Ansichten . Das scheint wirklich so zu sein.

  9. Der Ausdruck „homosexuell liebend“ ist aber gar nicht so schlecht, weil er versucht, neutral zu sein. „Schwul“ dagegen ist stärker wertend.
    Die EKD zb verwendet aus diesem Grund auch extra einen ähnlichen Begriff wie „homosexuell liebend“.

  10. Ich finde diesen Artikel hier durchaus gerechtfertigt, weil man eben auch seinen Blick auf die Christen richten darf, zumal auf einer theologischen Seite wie der theolounge. Sicher interessieren auch Rechtsradikale, wenn man sie kritisieren möchte, aber der Focus ist durchaus auch auf christliches Verhalten gerichtet hier. Insofern ist es durchaus sinnvoll, solche in Fehlverhalten zu thematisieren. (etwas anderes wäre es, wenn eine andere Religion uns Christen kritisieren würde – das würden wir persönlicher nehmen. Aber wenn Christen Christen kritisieren, sollte man auch mal nachdenken, warum das der Fall ist: wenn ich richtig liege, ging Jesus EBEN GERADE zu den Ausgeschlossenen der Gesellschaft, zu Betrügern (Zöllnern), Huren und gab sich auch mit Ehebrecherinnen ab, ohne sie zu verurteilen. Als Christ sollte man so auch mit Schwulen / homosexuell Liebenden / homosexuell Veranlagten umgehen: im Sinne der Nächstenliebe.

  11. @an alle

    Und sorry, ich weiß es wirklich aus sehr guter Quelle, dass die Orthodoxen in Russland durchaus eher zu den Hardlinern gehören. Ist einfach so.

  12. So ein Blödsinn! Schwule nennen sich selber schwul – was soll daran wertend oder gar abwertend sein?!
    Wenn „schwul“ eine negative Konnotation hat, dann liegt das entweder im Ohr des Hörers oder in der Einstellung des Sprechers, vielleicht manchmal auch beides, aber nicht im Wort selbst.

    Ich finde es mittlerweile so LÄCHERLICH, wie manche sich in political correctness überschlagen!
    „Behinderte“ darf man ja heutzutage auch nicht mehr sagen – man sagt „Menschen mit körperlichen/geistigen Einschränkungen“ oder ähnlich. Sowas albernes. Eine befreundete Mutter eines körperlich wie geistig behinderten Mädchens hat sich kürzlich genau aus diesem Grund gegen eine Betreuungseinrichtung entschieden: Sie meinte, wenn man nicht mal mehr einräumen kann, dass jemand be-hindert ist und von daher Hilfen anbietet, wo es nötig ist, kann sie ihre Tochter dort nicht gutem Gewissens unterbringen…

  13. Es scheint manchmal echt schwer zu sein, einfach eine deutlichere Sprache zu führen. Stände im ausgehenden Artikel zB „diese Christen, die in dieser Reportage gezeigt werden“, gäbe es keinen Anlass eine pauschale Kritik dort heraus zu lesen. Nun kommst du und vertiefst durch deinen Einwand: „Und sorry, ich weiß es wirklich aus sehr guter Quelle, dass die Orthodoxen in Russland durchaus eher zu den Hardlinern gehören. Ist einfach so.“ diese unhaltbare Pauschalisierung. Es gibt also nach deiner Sicht in Russland keine orthodoxen Christen, die mit homosexuell Empfindenden besser umzugehen wissen?
    Und behauptest du hier dann auch, dass die offizielle Haltung der Orthodoxen Kirche die der in der Reportage gezeigten ist? Wenn du das sagen möchtest, würdest du das bitte belegen?

    Mir geht es in keiner Weise darum, hier die Rechtfertigung dieses Artikels in Frage zu stellen. Mir geht es eher darum, wie tendenziös geprägt so mancher Christ auf Christen sieht. Mir geht es um mehr Realität und Objektivität.

  14. Es macht aber durchaus einen Unterschied, wie man was bezeichnet.
    Sagt man: Du Kanacke, ist das etwas anderes, als wenn man sagt: Du kommst aus einem südlichen Land.

    Genauso macht es bei Schwulen einen Unterschied. Auch bei Behinderten. Zumindest in der Schriftsprache.

  15. Also, diese Pauschalisierung von mir war wohl : zu pauschal.

    Aber ich kenne recht gut einige Ukrainer und Russen, und die sagen das über die Orthodoxe Kirche in Russland. Dass die dort manches viel strenger sehen als bei uns. Deshalb sage ich: sie ist in vielem eher Hardliner, diese Kirche.

    Aber gut, es sind Einzelbeobachtungen und normalerweise wehre ich mich stark dagegen, von solchen Einzelbeobachtungen auf die Gesamtheit zu schließen. Da bin ich mir wohl selber in die Falle gegangen.

    Insofern muss ich wohl sagen: Die These, dass die orthodoxe Kirche in Russland in manchen Fragen manches strenger sieht als hierzulande, wurde mir von manchen Leuten bestätigt. Aber repräsentativ braucht das natürlich nicht zu sein.

    Sorry, wenn ich mich etwas weit aus dem Fenster gelehnt habe hier- ich habe das so nebenbei schnell mal geschrieben. Sollte man wohl nicht.

    Dennoch kenne ich eben von einigen die Aussage, die das über die russische orthodoxe Kirche sagen, also Leute, die eigentlich wissen, wovon sie reden.
    Aber wie gesagt: es muss nicht repräsentativ sein.

    So, ich logg mich aus für heute.

  16. Ich habe nichts gegen Menschen die sich „Schwul“
    nennen, ich habe aber viel dagegen das schwule
    versuchen deren Einstellung als absolut normal und
    als Zeichen der Moderne darzustellen. Übrigens hat
    Schwulsein nichts mit Liebe zutun. Zitat:“Und er hat nie die Liebe verurteilt „.
    Schwulsein ist eine Sünde und Gräuel vor Gott ( das ändert sich mit der Zeit nicht ), dem nach hat ein Protest gegen Schwuledemos mehr mit Gott als mit Christen zutun.
    Schwule Menschen sind genauso wie alle andere geliebt von Gott und in jeder Christlichen Gemeinde willkommen, denn gerade dort wo man Gott begegnet,
    wird aus dem alten Menschen eine neue Kreatur die von Gott erbaut wird.

  17. @Christ

    Schwulsein hat etwas mit Liebe zu tun. Es ist auch unklar, ob das eine Sünde sein soll, wo doch Gott die Menschen geschaffen hat – also auch Menschen, die homosexuell lieben.

    Schwul ist auch kein Zeichen der Moderne, das gab es schon in der Antike.

  18. wenn man glaubt das Gott den Menchen schuff, dann muss man auch wiessen das Er einen Mann und eine Frau schuff und keine homosexuell – lebenden. Das die Menschen homosexuell leben hat mit der Schöpfung Gottes nichts zutun. Das und viel mehr über Gott und die Schöpfung findet man in der Bibel, da findet man auch Antwort auf die Fragen und Lösung für die Probleme die täglich begegnet.

  19. @Christ

    Da scheints Du Gott besser zu kennen, als er sich selbst….

    Wer hat denn dann die homosexuellen Menschen geschaffen, wenn nicht Gott ?

  20. die Frage: wer die Homosexuelle geschafen hat ist bei mir falsch adressiert. Gott war das bestimmt nicht.
    Gott schuff einen Menschen. Ob dieser Mensch hamosexuell lebt oder nicht liegt bei dem jenigen allein. Alles zu diesem Thema ist in der Bibel deutlich beschrieben, das ist auch die Grundlage für solche Fragen. Wenn man die nicht akzeptiert, wird jeder
    Diskussion über Gott sehr schwirig.
    Aber bei Gott ist nicht die Frage der Sexuallität wichtig,
    sondern die Frage der Beziehung zu Ihm. Denn Er hört jeden der zu Ihm ruft. Unterstreiche das Wort „JEDEN“ homosexuell oder nicht.

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