Bibellesen

brot
Ißt man denn ungesalzene Speise? Wer hat Geschmack an fadem Schleim? Ich sträube mich, daran zu rühren, das alles ist mir wie verdorbenes Brot. (Hiob 6,6-7 nach der Einheitsübersetzung)

Als ich diese Stelle las musste ich daran danken, wie oft mir vor meiner geistlichen Nahrung genauso ekelte wie Hiob vor seinem Essen. Wahrscheinlich ging es mir die meiste Zeit in meinem Christsein so, dass mir die Bibel genauso widerwärtig war wie verdorbenes Brot. Natürlich hätte ich das nie so ausgedrückt, aber so verhalten habe ich mich allemal. Ich frage mich manchmal, wie vielen bibelgläubigen Christen es eigentlich so geht, dass sie das lebendige Wort doch nur im Gottesdienst zu sich nehmen und sonst eher nicht in der Bibel lesen?

Wenn es Dir so geht möchte ich Dir ein paar Tipps geben. Wir wissen beide, dass es wichtig ist, Gottes Wort aufzunehmen. Wenn Du es nicht weisst, empfehle ich dir diese Blogeinträge: 1|2|3|4|5 und ausserdem noch einen Post von Haso.

    1. Lies trotzdem hin und wieder Bibel. Viele meinen, man solle lassen, was man nicht liebt. Ich bin da anderer Ansicht. Etwas Gutes lässt man nicht, auch wenn man es aus schlechten Motiven macht ist es dennoch gut. So auch das Bibellesen, Du hörst auch nicht auf zu essen, wenn es nicht schmeckt. Das Wort Gottes nicht mehr zu Dir zu nehmen ist genauso tödlich für den Geist wie hungern für den Körper.
    2. Iss kleine Brocken. Viele Christen haben geistliche Verstopfung, weil sie zuviel essen. Hin und wieder ein Vers, gerade so viel, dass Du es verdauen kannst; das ist besser als eine riesige Portion mit fünf Kapiteln am Tag, die man dann nicht verdaut bekommt. Dein Geist muss das, was Du gelesen hast, auch umsetzen. Es geht nicht darum einen Rekord aufzustellen, “durch die ganze Bibel in dreissig Tagen”, sondern Gott zu dir reden zu lassen. Ein Vers durch den der Geist Gottes spricht hilft Dir weiter als ein ganzes Buch zu dem er schweigt.

    3. Trink etwas dazu. Das Wort muss im Gebet runtergespült werden. Man behält es eine Weile im Mund, kaut es gut durch indem man darüber nachdenkt (meditiert, wie manche sagen) und spült es mit einem kräftigen Gebet runter. Das ist genauso wichtig wie das Lesen selbst. Gott selbst muss uns das Wort “lebendig” machen. Aus Logos muss Rhema werden und das geschieht meist wenn wir Gott das Wort im Gebet zurückgeben um es von ihm wieder zu empfangen.

    4. Bleib nicht sitzen. Nach dem Essen wieder aufstehen und das Gelesene und Verstandene umsetzen. Wir wollen keine grauen Theologen werden sondern von Gott ein gerütteltes und geschütteltes Mass an Leben haben. Also muss das Wort wieder raus, es muss umgesetzt werden in geistliche Muskelkraft und Energie.

    5. Wenn das Wort umgesetzt wurde, stellst Du fest, dass Du wieder Hunger bekommst. Jeder, der vom Tisch aufsteht und lebt bekommt wieder Hunger. Also wirst Du wieder essen. Der Kreislauf schliesst sich, es geht weiter.

Irgendwann wirst du merken, dass Dir die Bibel nicht mehr unangenehm ist sondern dass es Spaß macht, sie zu lesen und es nichts Besseres gibt, als Zeit mit Gott und seinem Wort zu verbringen. Aber es kann etwas Anstrengung erfordern, da hinzukommen. Trotzdem viel Spass dabei!

[Originalpost]

Bild: © Andreas Morlok | pixelio.de

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