Wir sind ein Geist, haben eine Seele und wohnen in einem Körper. Gott hat den Menschen als Geist, Seele und Körper geschaffen. Die wichtigste Aufgabe des Geistes ist die Verbindung mit Gott. Der Geist ist der Sitz der göttlichen Wahrheiten und drückt unsere Persönlichkeit aus. Die Seele ist für unsere Gefühle und Gedanken verantwortlich. Hier ist unser Wille und unser Verstand angesiedelt. Auch der Körper ist für unser Wohlbefinden mitverantwortlich.
Der Geist sollte unser Handeln prägen. Er muss genauso wie der Körper ernährt werden. Ansonsten kommt es in allen anderen Bereichen zu Mangelerscheinungen, da der Geist in uns die Leitungsinstanz ist. Dies ist vergleichbar mit einer Firma, die keine oder eine mangelhafte Leitungsebene hat. Der Geist, den wir empfangen, wenn wir in Jesus wiedergeboren werden, kann durch folgende Schritte gestärkt werden:
1. durch ein Leben in der Wahrheit Gottes, die wir aus dem Wort Gottes aufnehmen. Wir entscheiden uns diese Wahrheit höher einzustufen als unsere Gefühle und Lebensumstände.
2. durch ein Leben in ständiger Vergebung
3. durch einen Lebenstil von Anbetung und Dank
Die Seele unterstützt unseren Geist. Wir müssen sie disziplinieren. In den Psalmen lesen wir oft, dass z.B. David zu seiner Seele sagt: „Schweige Seele, sei ruhig!“ (Psalm 62,6)- Die vielfältigen Sinneseindrücke unserer Seele müssen nach Römer 12,2 erneuert werden: „Werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes.“ Wie es in den folgenden Versen heisst, müssen wir unsere Sinne dabei trainieren über gute, vollkommene und ehrbare Dinge nachzudenken.
Auch der Körper muss trainiert werden, um im Gleichklang mit unserem Geist und unserer Seele zu unserem Wohlbefinden beizutragen.
Hier ein paar praktische Tips, wie wir ausgehend von diesem Wissen unseren Ängsten und unserer Traurigkeit aktiv begegnen können:
- Trainieren Sie ihre Gedanken.
- Finden Sie einen normalen Tagesrythmus. Achten Sie auf einen sinnvollen Wechsel zwischen Tätigkeit und Entspannung. Bleiben Sie nicht in ihren Gedanken stecken.
- Tun (t-u-n) sie Dinge, die sich sinnvoll für Sie anfühlen. Werden sie aktiv mit kleinen Aktivitäten. Und denken Sie daran: Immer ganz klein anfangen. Wenn ihnen nichts einfällt, dann fangen sie an, ihre Wohnung zu putzen. Elton John hat einmal darüber berichtet, wie er nach einer Therapie gelernt hat, wie wohltuend es ist, seine Wohnung selbst zu putzen. 🙂
- Fangen Sie an, Ausdauersport zu treiben. Beginnen Sie auch hier ganz bescheiden an. Viele unserer Sorgen und Ängste verschwinden, wenn wir unseren Körper wieder mehr durch Sport zu seinem Recht verhelfen. Vor vielen Jahren hat mir einmal ein Mönch gesagt, dass wir diesen Aspekt oft vernachlässigen und uns zu einseitig auf das „Geistliche“ konzentrieren.
- Lernen Sie mindestens drei Lobpreislieder auswendig, die sie laut singend zum Besten geben, wenn sich Depressionen anschleichen wollen. Suchen Sie sich in der gleichen Weise im Internet drei Mp3-Predigten, die ihnen weiterhelfen, wenn Ängste kommen. Treffen Sie den Entschluss diese immer zu hören, wenn sie sich nicht gut fühlen. Wenn die Predigt gut ist, können Sie sie immer wieder anhören.
- Werden Sie kreativ. Malen Sie ihre Ängste, schreiben sie Gedichte, ein Tagebuch… oder basteln und handwerkeln sie. Wenn Sie darüber nachdenken, werden Sie herausfinden, welche Art von Kreativität ihnen liegt.
Schaffen Sie sich durch einen aktiven Lebensstil ein Gegengewicht zu ihrem Alltagsstress und zu den Sorgen, die auf sie eindringen wollen.
Günther, www.inunsererstrasse.de
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Bild: stonewashed, pixelio.de



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