Nebel

nebel1In diesen Tagen muss ich aufpassen, wenn ich am Morgen zur Arbeit fahre. Nein, nicht wegen der Dunkelheit, sondern weil die feuchte und kalte Jahreszeit angebrochen ist. In den Verkehrsnachrichten heißt es dann immer: „Streckenweise Bodennebel, der sich aber später auflöst…“

Und tatsächlich, durch unser Tal fließt die Kander, ein kleiner Fluss und bietet für die angrenzenden Wiesen und Felder wohl die nötige Feuchtigkeit. Vorsicht ist geboten, wenn streckenweise Nebelbänke ganz plötzlich die Sicht beeinträchtigen. Diejenigen Autofahrer sind gut beraten, die ihre Geschwindigkeit herunternehmen und vermehrt mit plötzlichen Sichtbehinderungen rechnen…

Unter Nebel (althochdeutsch nebul über lateinisch nebula von griechisch nephele „Wolke“) versteht man in der Meteorologie fein verteilte Wassertröpfchen, die durch Kondensation der feuchten und gesättigten Luft entstanden sind. Erst bei einer Sichtweite von weniger als einem Kilometer wird von Nebel gesprochen. Sichtweiten von einem bis etwa vier Kilometern gelten als Dunst. Nebel wie Dunst unterscheiden sich von Wolken nur durch ihren Bodenkontakt, sind jedoch ansonsten nahezu identisch mit ihnen. Einen Nebel in räumlich sehr begrenzten Gebieten bezeichnet man als Nebelbank und einen Tag, an dem mindestens einmal ein Nebel aufgetreten ist, als Nebeltag.
Quelle: Wikipedia
  

Gefährlich

Und es passieren ja auch immer wieder heftige Unfälle in diesem herbstlichen Klima. Besonders schlimm ist es, wenn auf Autobahnen bei hohen Geschwindigkeiten plötzlich das Auto des Vordermanns im grauen Dunst verschwindet und man nur noch an den roten Rücklichtern ahnt, wie weit er entfernt ist.

Aber nicht immer reagiert man(n)/frau schnell genug. Unfälle im Nebel sind gefährlich. Wenn dann auch der nachfolgende Verkehr noch in die Unfallstelle rast…!

Unheimlich

Ich erinnere mich noch gut an eine dieser grässlichen Nebelfahrten vor vielen Jahren. Mein Bruder und ich waren auf der Rückfahrt von einer Konferenz und wir wollten einmal wieder im elterlichen Haus übernachten. Die Gegend war ziemlich bergig und die Strassen kurvenreich. In der beginnenden Abenddämmerung und aufkommenden Dunst wurde das Fahren immer anstrengender. Als der Nebel dann ständig dichter wurde, bekamen wir es mit der Angst zu tun. Und beteten verstärkt um Bewahrung. Gott sei Dank war auf der etwas abgelegenen Strecke kaum Verkehr.

Und dann kam der Augenblick, in dem wir so gut wie gar nichts mehr sahen. Die Strasse mit Aufblendlicht auszuleuchten funktionierte nicht – das weiß jeder versierte Autofahrer. Das Licht wird wie in einem Spiegel zurückgeworfen und blendet unheimlich. Schrittweise schlichen wir vorwärts. Bis dahin hatten uns die Fahrbahnmarkierungen noch gute Orientierung gegeben, aber die sahen wir dann auch nicht mehr.

Dunkel, Nebel, keine Sicht – uns wurde langsam ziemlich ängstlich zumute. Irgendwann entschlossen wir uns, dass einer von uns beiden den Wagen verließ. Und das geschah genau im richtigen Augenblick! In einer Kurve, die wir als solche nicht erkannt hatten, waren wir geradeaus gefahren und ein Meter weiter – und wir wären einen längeren Abhang hinuntergestürzt!

Wie gut, dass wir angehalten hatten! Im Nachhinein kann ich das nur als klare Bewahrung seitens Gottes ansehen.

Die damalige Fahrt ging dann noch gut zu Ende. Wir kamen wohlbehalten am Ziel an. Aber ich bin seitdem nie wieder in einer so gefährlichen Fahrsituation gewesen, wie in der damaligen Nacht.

Anderer Nebel

Mich erinnern Nebeltage auch manchmal an eine Aussage in der Bibel:

Jesaja 44,22: „Ich habe deine Sünden aufgelöst wie Nebel, deine Vergehen wie Wolken zerstreut. Komm doch zu mir zurück, denn ich will dich erlösen.“

Da wird Nebel in seiner Undurchsichtigkeit und Gefährlichkeit als Synonym für Schuld und Sünde angewendet.

Ich kann versuchen, vorhandenen Nebel in der Natur wegzupusten, heftig mit meinen Armen zu fuchteln, um ihn zu vertreiben oder was auch immer mir einfallen mag – es wird nichts nützen.

Nebel verschwindet, wenn die Sonne hochkommt und ihre Strahlen versendet. Meist wird aus einem nebligen Morgen dann oft noch ein richtig schöner und klarer Sonnentag. Die Sonne hat’s gemacht…

Und so verstehe ich auch diesen Bibelvers: Mein Versagen, meine Schuld kann ich nicht selbst „wegbeamen“, nicht eliminieren. Aber da gibt es ein Superangebot von Gott, der mich aus dieser Gefahrenzone retten will. Dazu muss ich nur eine einzige Bedingung erfüllen: Ich muss und darf zu IHM zurückkehren. Alles andere hat er längst geregelt, indem Jesus als Stellvertreter für meinen „Nebel“, für meine Schuld auf Golgatha bezahlt hat…

 

Foto: A. Meissner


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