Gerade eben habe ich in der Sendung „kontraste“ wieder mal einen Bericht über eine so genannte „Christliche“ Gewerkschaft gesehen. Und leider, leider war es kein positiver Bericht darüber, wie toll sich diese „Christen“ für die Arbeitnehmer und deren Rechte einsetzen, sondern machte deutlich, dass sich diese Kleinst-Gewerkschaften anscheinend recht gerne auf Arbeitgeberseite stellen.
Konkreter Vorwurf im heutigen Bericht: Die „Christliche Gewerkschaft Zeitarbeit“ vereinbart mit Unternehmen für Zeitarbeiter Tarifverträge mit Dumpinglöhnen – zuviel zum sterben, zu wenig zum leben. Bereits im April hatte Report Mainz über ähniche Tarifverträge bei einer Christlichen Gewerkschaft berichtet („Christliche Gewerkschaft DHV gerät ins Zwielicht„); das war mir damals schon sauer aufgestoßen.
Können wir Christinnen und Christen solchen Gewerkschaften nicht irgendwie verbieten, das Wort „Christlich“ zu verwenden? Für mich ziehen sie unsere Religion und unseren Glauben in den Schmutz, statt ein Beispiel dafür zu sein, was (m.E.) unter „christlich“ zu verstehen sein sollte.
Ein Bericht in der Süddeutschen Zeitung über das Problem vom Februar 2008: Christliche Gewerkschaften vor Gericht
Der Bericht auf kontraste: „Betrogene Arbeitnehmer – Dumpingöhne in der Zeitarbeit“
Fotografin: Lotte – Quelle: http://www.flickr.de



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