Wie können nun wir Gott lieben? Können wir das überhaupt? Lässt sich Liebe befehlen?Zu jeder Liebe gehört die Treue. Die fordert auch Gott von seinen Gläubigen. Denn er ist eifersüchtig, ja intolerant. So, wie nur Liebende intolerant sein können, dürfen und müssen. In der Liebe gibt es ein „Nur Du!“, eine Exklusivität.
Diese exklusive Treue hat zwei Seiten, eine passive und eine aktive. Um mal im Bild der Partnerschaft zu bleiben: Meine Partnerin kann von mir die Passivität erwarten, dass ich das Fremdgehen unterlasse und keine Affairen eingehe. Aber das wird ihr wenig „nützen“, wenn ich mich nicht zugleich aktiv mit ihr „beschäftige“, mich ihr zuwende, und das oft bis regelmäßig, nicht nur einmal im Jahr.
Gott erwartet von seinen Gläubigen ebenso Liebe und Treue, aktiv wie passiv.
Passiv: Keine anderen Götter oder Götzen
Aktiv: Unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Das ist Spiritualität, sich Gott aktiv zuzuwenden, ihm direkt. Er freut sich wie Künstler, wenn wir seine Werke bestaunen und huldigen. Aber davon allein wird auch kein Künstler glücklich. Direkte Zuwendung, direkte Beziehung. Und Beziehungspflege zu Gott nennen wir beten.
Foto: XeBra / pixelo.de



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