Löchrige Zisternen

Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten. (Jeremia 2,13 nach der Einheitsübersetzung)

Dieser Vers ist mir schon seit Jahren sehr wichtig, was in sofern bemerkenswert ist als ich ansonsten mit Jeremia meine liebe Not habe.
Ich stelle immer wieder fest, dass ich eine Tendenz habe, genau das gleiche Unrecht zu verüben wie das Volk Israel: Gottes lebendiges Wasser (den Heiligen Geist) zu verlassen um mir ein paar fiese, löchrige Zisternen zu bauen. Heute war z.B. ein Tag, an dem ich in der Gefahr stand, genau das zu tun. Gestern war ich spät im Bett weil ich noch was am Predigerseminar gemacht habe. Heute Morgen nach fünf Stunden Schlaf raus und weitergemacht.
Schlafmangel führt bei mir oft dazu, dass ich etwas leichter genervt bin als sonst. In diesen Situationen sehnt man sich nach Entspannung und tut oft genau das Falsche: Fernsehen (na gut, wir haben keinen Fernseher, schauen aber gerne über Beamer Akte X), essen, usw. Phasenweise falle ich darauf rein und merke manchmal erst nach ein paar Tagen, dass mich das eigentlich nicht wirklich aufbaut.
Heute war ich stattdessen beten. Nicht mal lange, nur eine halbe Stunde oder so, aber es hat geholfen. Ich weiß, dass das leicht “fromm” klingt, ist es aber nicht. Geistliches Leben ist die beste Entspannung, die es gibt. Gerade, wenn Müdigkeit von Niedergeschlagenheit begleitet wird gibt es nichts Effektiveres als beten, predigt hören, Bibel lesen, Lobpreis etc. Das ist es, was uns wieder ausrichtet. Natürlich ist das manchmal ein Kampf und es dauert bisweilen etwas, bis man “durchgebrochen” ist und sich auf Gott ausgerichtet hat, aber dann gibt es wirklich Kraft, Frieden, Freude usw.

In dem Vers sehe ich zwei wichtige Lektionen, die viele Christen nicht kapiert haben:
1. Es gibt nur ein frisches Wasser
Es gibt nur eine Quelle von Kraft, von Erbauung: Geistliches Leben. Das spricht nicht dagegen, sich was Gutes zu tun. Sport, Freizeit, Gemeinschaft, Parties usw. sind sicherlich gute Dinge. Aber sie dürfen nicht die regelmäßige Zeit mit Jesus ersetzen. Sie bringen auf Dauer einfach nicht das, was wir von ihnen erwarten.

2. Gottes Geist ist schon da
Gott sagt durch Jeremia, dass das Volk sein frisches Wasser verlassen hat. Gottes Geist ist also schon da. Er ist in uns. Oft kommt es uns so vor, als würde uns Gott irgendwann in der Zukunft segnen und aufbauen. Viele hoffen auf eine Zeit, in der Gott seinen “Geist ausgießt”, einen “Unterschied macht zwischen Christen und Heiden” usw. Tatsache ist, dass diese Zeit jetzt gerade da ist. Gott wird den Geist nicht ausgießen, er hat ihn schon ausgegossen. Er hat damit Pfingsten vor zweitausend Jahren angefangen und hat den Geist seither nicht zurückgerufen.
Geistliches Leben beginnt da, wo wir lernen, das, was Gott uns schon längst gegeben hat zu benutzen und in unser Erbe hineinzukommen!

[Originalpost]

Bild: © Kurt Michel | pixelio.de

Ein Gedanke zu “Löchrige Zisternen

  1. Das Gleiche, was sich unter dem Alten Terstament
    zwischen Gott und der ersten Gemeinde Gottes abgespielt hat, erleben wir von Anfang des Urchristentums, nachdem die ersten und wahren Jünger, Aposteln und Priopheten entschlafen sind.
    Christus ruft allen Menschen zu:
    „Kommet her alle zu mir, die ihr Mühselig und Beladen seid, ich will euch erquicken,-
    Doch wo läuft der Mensch hin und wen sucht er, wenn er erquickt werden will nach der Norm und Prinzip des lebendigen Gottes? Ganzheitserlösung,
    Er läuft den anmaßenden, selbstberufenen und von Menschen, Fleisch und Blut gemachten Theologen,
    1.die weder von Gott und seinem Christus berufen noch zubereitet wurden,
    2. die weder die wahre Geist- und Wiedergeburt erfahren haben in ihrem Innern nach dem Erfüllen Gottes Heilsplan,
    3. die weder das dreifache Zeugnis Gottes empfangen haben, welches ist ihre Garantie des ewigen Lebens ujnd auch die Legitimation, zu ihrem Amt, das den Geist gibt.
    Was soll ein Mensch und Sünder mit solchen selbsernannten“Brujnnen“ die selber kein lebendiges Wasser haben noch liefern können, denn Christus sagte nicht umsonst zu seinen Jüngern.
    „Lasset sie fahren, denn wenn ein Blinder einen anderen Blinden leitet, so fallen sie beide in die Grube.
    Christus steht nach seinem Wort:
    Vor der Herzenstür aller Menschen und klopft an, und
    wer seine Stimme hören will, der kann sie hören, und wer sie nicht hören will, ein solcher erfindet eine Ausrede.Offenbarung Kapitel 3,20/Johannes 1,9-13
    Das ist der Weg zu Christus, den ich vor 46 Jahren außerhalb aller Religionen, Kirchen ,Tempeln und Sekten gegangen bin , und keine Minute bereute ich diesen Schritt trotz meiner Zubereitung, die sehr schmerzlich war für mich durch Trübsal und Versuchung.
    Christus lebt und ist auferstanden, diesen allein nehmt auf in Euer Inneres, auf dass Ihr den Brunnen des lebendigen Wasser in Euch, sprudeln sieht und auch hört,denn seine Worte, sind GEIST und sind LEBEN, das wünsche ich allen Menschen.

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