Wonach als erstes suchen?

Wonach als erstes suchen?Von Peter Ischka. Was war das Wichtigste, das uns Jesus Christus mitgeteilt hat? Jesus Christus hat viele Aussagen gemacht. Alles davon war sehr kraftvoll. Nichts wäre überflüssig. Gibt es etwas, das besonders herausragt und sich von allen anderen wichtigen Aussagen abhebt?  
Wann würde jemand seinen Aussagen besonderes Gewicht geben? Bei Jesus Christus könnte dieser Zeitpunkt gewesen sein, nachdem er vom Tode auferstanden war. Damals war er vierzig Tage mit seinen Freunden zusammen. Die elf hatten viele Fragen. Einige von ihnen hatten Jesus nicht sofort wieder erkannt – sie kamen offensichtlich mit einer für sie damals noch unbekannten Dimension in Berührung. In der Apostelgeschichte 1,3 wird das kurz zusammengefasst: „Diesen Männern hat er sich auch nach seinem Leiden und Sterben gezeigt und damit bewiesen, dass er tatsächlich auferstanden ist. Vierzig Tage lang sahen sie ihn, und er sprach mit ihnen über das Reich Gottes.“

Vierzig Tage nur ein Thema
Vierzig Tage mit dem Mann, der alles überwunden hatte – auch Tod und Vergänglichkeit. Das muss unvorstellbar beeindruckend gewesen sein. Leider gibt es keine Aufzeichnungen über diese vierzigtägige Spezialschulung. Wir können aber die Puzzle-Steine der Aussagen Jesu aneinanderreihen, die er im Laufe seiner drei Jahre in der Öffentlichkeit getroffen hat. „Jesus wanderte durch das Land Galiläa, predigte in den Synagogen und verkündete überall die rettende Botschaft vom Reich Gottes. Er heilte alle Arten von Krankheiten und Leiden.“ Matthäus 4,23
Dabei betonte er: Sucht als Erstes nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit – lebt nach Gottes Willen! Dann wird er euch mit allem anderen versorgen. Matthäus 6,33 Als Erstes – nicht als Zweites oder Drittes! Das hört sich sehr wichtig an. Als Erstes sucht nach diesem Reich und nach der Gerechtigkeit dieses Reiches, denn offensichtlich ist diese Gerechtigkeit anders als alles das, was sonst darunter verstanden wird.

Es gilt, ein Rätsel zu lösen!
Jesus gibt uns ein Rätsel auf. In vielen Vergleichen sagt er etwas über dieses besondere Reich: „Das Reich Gottes kann man vergleichen mit …“ Lesen Sie alle diese Vergleiche und finden Sie selbst heraus, was es bedeutet! Wer sucht, wird finden!
Matthäus 13
Matthäus 20, 1-16
Matthäus 22, 2
Matthäus 25, 1-13
Lukas 13, 18

 

Später kamen seine Jünger und fragten ihn: „Weshalb verwendest du solche Gleichnisse, wenn du zu den Leuten redest?“ Jesus antwortete: „Euch lässt Gott die Geheimnisse, die sein Reich betreffen, verstehen, anderen sind sie verborgen. Denn wer viel hat, der bekommt noch mehr dazu, ja, er wird mehr als genug haben! Wer aber nichts hat, dem wird selbst noch das Wenige, das er hat, genommen.“ Matthäus 13,10-12 Das „Mehr“ oder „Weniger“, bezieht sich offensichtlich nicht auf materielle Werte, sondern eher auf das Erkennen dieser Geheimnisse um das Reich Gottes. Unsere Zeitrechnung, vor bzw. nach Christus, signalisiert unbewusst eine epochale Veränderung. Vor Christus galt das Gesetz Moses, nach Christus ist das Reich Gottes in Aktion getreten. Es ist jetzt hier – zumindest für jene, die in dieses Reich eingereist sind.Weiter sagte Jesus: „Bis Johannes der Täufer kam, waren das Gesetz des Mose und die Lehren der Propheten die Maßstäbe für alles Handeln. Seit seinem Auftreten wird die rettende Botschaft vom Reich Gottes verkündet, und alle wollen unbedingt hinein.“ Lukas 16,16 „Ja, ich versichere euch: Von allen Menschen, die je geboren wurden, ist keiner bedeutender als Johannes der Täufer. Trotzdem ist der Geringste im Reich Gottes größer als er.“ Matthäus 11,11-12

Was bedeutet das?
„Wenn ich aber die Dämonen durch Gottes Macht austreibe, so hat das Reich Gottes begonnen – mitten unter euch!“ Lukas 11,20Jesus Christus hat die Herrschaft übernommen. Nichts kann sich dem entgegenstellen. Für uns stellt sich nur die Frage, wo stehe ich? Bin ich ein Teil dieses Herrschaftsbereiches oder stehe ich daneben?

Wer hinein will, muss hineingeboren werden.
Das geht sehr einfach, ist aber für unser vernunftsverkrampftes Verständnis nicht unbedingt logisch.„Ich will dir etwas sagen: Wer nicht neu geboren wird, kann nicht in das Reich Gottes kommen.“ Verständnislos: „Wie kann ein Erwachsener neu geboren werden? Er kann doch nicht wieder in den Mutterleib zurück und noch einmal auf die Welt kommen!“„Ich sage dir die Wahrheit!“, entgegnete Jesus. „Nur wer durch Wasser und durch Gottes Geist neu geboren wird, kann in das Reich Gottes kommen! Ein Mensch kann immer nur menschliches Leben zur Welt bringen. Wer aber durch Gottes Geist geboren wird, bekommt die Dimension dieses Geistes. Wundere dich deshalb nicht, wenn ich dir gesagt habe: Ihr müsst neu geboren werden. Es ist damit wie beim Wind: Er weht, wie er will. Du hörst ihn, aber du kannst nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht. So ist es auch mit der Geburt aus Gottes Geist.“ Johannes 3,4-8
Folge mir nach!
Wenn die Worte Jesu das Herz eines Zuhörers erreicht hatten, kam es immer zu der Frage: „Was soll ich tun?“ Seine Antwort ist ganz einfach: „Folge mir nach!“ Wie sollen wir ihm heute nachfolgen? Heißt das, wir sollen ihn nachahmen? Was war so besonders an ihm? Was war sein Markenzeichen? – Er war uneingeschränkt gehorsam. Er tat nur, was ihm sein Vater aufgetragen hatte. Das ergab hundertprozentigen Erfolg. Wenn Jesus z.B. zu einem Kranken sprach: „Sei gesund!“ war dieser das auch – da gab es keine „Fehlerquote“.

Es geht um eine neue Staatsbürgerschaft
Heute die „Staatsbürgerschaft“ des Reiches Gottes zu erlangen, setzt „nur“ voraus, sich auf diese uneingeschränkte Herrschaft von Jesus Christus einzulassen. Eine zweite „Staatsbürgerschaft“ ist daneben nicht möglich. Ihm nachzufolgen heißt, sich auf diesen Gehorsam einzulassen, den Jesus selbst hatte. „Herr Jesus Christus, ich komme unter deine Herrschaft. Sei Herr in meinem Leben. Ich trenne mich von allen anderen Machtbereichen. Ich will dir nachfolgen, deinen Gehorsam zu leben.“ Das könnte ein einfaches, aber sehr wirksames Gebet sein.
Das „Vaterunser“ hat es in sich!
Das „Vaterunser“, das wir so oft gesprochen haben, fasst genau diese Dinge zusammen: „Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden.Dein Reich komme. Dein Wille geschehe hier auf der Erde, wie er im Himmel geschieht. … Denn dir gehören Herrschaft, Macht und Ehre für alle Zeiten. Amen!“ Matthäus 6,9-13

Wo ist eigentlich der Himmel?
Es ist normal, die eigenartigsten Vorstellungen von dem zu haben, was man Himmel nennt. Aber Himmel ist die Umgebung, die entsteht, wenn Gottes Wille getan wird. Wo Gottes Wille nicht getan wird, kann Himmel nicht sein. Es ist eine Gehorsamsbeziehung, die Himmel erzeugt. „Das Reich der Himmel ist mitten unter euch!“, sagte Jesus öfter. Für Menschen, die dem Willen Gottes gegenüber ungehorsam sind, ist es unmöglich, in den Himmel zu kommen. Aber dort, wo Gottes Wille erkannt und danach gehandelt wird, dort ist Reich Gottes jetzt und hier. Das „Vaterunser“ beginnt sich zu erfüllen.

Suchen Sie als Erstes nach Gottes Reich!

Peter J. Ischka   mip  IBS

Bild:Augenauf,pixelio.de

 

 

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