Luthers Lehre von der Heiligen Schrift

verstehen-shofschlaeger.jpgWie soll man sie nun verstehen, die Heilige Schrift, die Bibel ? Kann jeder Mensch sie lesen und begreifen, oder braucht man dazu Hilfe oder gar Anleitung ? Wie sieht das aus mit Luthers Forderung von „solus Christus, sola gratia, sola fide (allein Christus, allein aus Gnade, allein aus Glauben)“ – allein dadurch könne man bereits verstehen ? Hier lesen.

Lesen Sie auch: > Glaube braucht Verstand ! 
Bild:S.Hofschlaeger,pixelio.de


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Kommentare

11 Kommentare zu „Luthers Lehre von der Heiligen Schrift“

  1. Wie sollte man die Bibel verstehen, mit all ihren Widersprüchen und Ungereimtheiten? Ohne „fachliche“ Interpretation, Zurechtbiegung und Anleitung ist das wohl kaum möglich.
    Wer überhaupt sollte die Bibel lesen wollen, gehört sie doch literarisch gesehen zum schlechtesten und langweiligsten Druckwerk was verlegt wird (einzelne Passagen ausgenommen). Dazu brauchts schon eine gute Portion masochistischer Tendenzen, die man sicherlich bei Gläubigen Menschen öfter als sonst findet…siehe:
    http://theolounge.wordpress.com/2007/12/22/leiden-und-herrlichkeit/

  2. @MichaS

    Also das ist Luther. Die Bibel bedarf m.E. durchaus der Erklärung, weil sie nämlich auch in vielen literarischen Prozessen entstanden ist und immer wieder überarbeitet wurde durch verschiedene Redaktoren. Das heißt jedoch nicht, dass sie eine bloße „Erfindung“ oder „Einbildung“ thematisieren würde, sie ist vielmehr eine Reflektion über Gott – und , wie ich meine, noch mehr, Gott kommt hier durch den Menschen gewissermaßen selbst zur Sprache. Allerdings muss man hier sicher immer genau hinschauen, was wohl gemeint ist. Es ist die lange Geschichte von Menschen, die über Gott nachdachten und wohl Erlebnisse mit ihm hatten, zugespitzt in Jesus.
    Langweilig ? Mitunter womöglich ja. Aber lies zb mal bei Kohelet rein: kurz und bündig, und recht interessant.

  3. …oder lies Sekundärliteratur drüber, oder auch theologisch-systematische Entwürfe, zb mal bei Moltmann. Das wird dann nämlich durchaus sehr interessant.
    Die Bibel ist auch nicht so zum Runterlesen gedacht, wie ein Krimi. Einfach mal langsam reinlesen und versuchen, etwas davon mitzunehmen. Ggf. den historischen Hintergrund mit einbeziehen. Dann ists nicht langweilig. Und ne neue Bibelübersetzung wählen. Dann ists nicht langweilig.
    Wie gesagt: versuch mal Kohelet / Prediger.

  4. @ MichaS & theolounge

    Man kann die Bibel m.E. nur mit Verstand verstehen. Vgl. dazu meine Predigt zu Matthäus 1,18-24 ( http://altkatholisch.wordpress.com/2007/12/23/glaube-braucht-verstand-predigt-zu-matthaus-118-24/ )

  5. Ja, danke, seh ich im Grunde auch so. Frohe Weihnachten !

  6. „Glaube braucht Verstand“ ist aber eine harte These. Ich nehme mal an, dass der Titel absichtlich etwas provozierend sein soll, der Text liest sich da schon besser.

    Viel eher denke ich nämlich, dass Glaube etwas mit einer persönlichen Beziehung zu Gott zu tun hat. Glaube braucht vor allem Liebe – und nicht Verstand. Alle Menschen sind gleichermaßen dazu fähig, unabhängig von ihrem Verstand. Auch wenn sie vielleicht nicht in der Lage sind, die Bedeutung von einzelnen Bibelstellen richtig auszulegen und allgemeingültige Lehren daraus abzuleiten. Darum geht es beim Glaube aber überhaupt nicht!
    Wie gerne hätte ich meine kindlichen Glauben wieder zurück, der über Zweifel an Gott erhaben war.

    Dass die Bibel nicht buchstäblich verstanden werden darf, wird ist klar, allein schon wenn man auf die Lehren von Jesus schaut. Und in der Bibel stecken so viele Metaphern, wie ich es in keinem anderen Buch gesehen habe. Dabei habe ich noch lange nicht alle entdeckt. Die Bibel muss unbedingt durch die Brille der Christus-Botschaft gelesen werden, wie Luther richtig festgestellt hat.

    Was ich bei der „historisch-kritischen Schule“ eindeutig sehe, dass die Gefahr besteht, sich die Auslegung „auf den Leib zu schneidern“.

    Abgesehen von den „Buchstabenauslegern“ habe ich keine Probleme, mit evangelikalen Christen über Glaubensinhalte zu diskutieren. Denn sie nehmen die Bibel wie ich wirklich noch als eine Einheit ernst.

    Ich frag mich, ob Luther da anderer Meinung war als ich (siehe Jakobusbrief), oder ob die Christusbotschaft für ihn wirklich nur die „Hierarchie“ der Bibeltexte bestimmt.

    Da würde mich auch interessieren, wie sich Luther heute in Richtung liberale Theologie abgrenzen würde. Die gab es ja damals noch nicht.

  7. Hmmm, ja, wäre interessant, was Luther sagen würde.
    Generell denke ich, Glaube braucht schon Verstand: Wenn Du sagst:
    „Dass die Bibel nicht buchstäblich verstanden werden darf, wird ist klar, allein schon wenn man auf die Lehren von Jesus schaut. “
    Das ist vielleicht nicht unbedingt jedem klar so.

    Oder auch: „Abgesehen von den “Buchstabenauslegern” habe ich keine Probleme, mit evangelikalen Christen über Glaubensinhalte zu diskutieren. Denn sie nehmen die Bibel wie ich wirklich noch als eine Einheit ernst. “

    Um den „Buchstabenauslegern“ begegnen zu können, muss man auch den Verstand einbeziehen, sonst spricht man nur von Glaubensüberzeugungen und ist schnell beim Fundamentalismus gelandet.

  8. Naja, ich halte nix davon anderen Glaubensrichtungen nur auf Grundlage des Verstandes und zu begegnen. Auch wenn ich mit Erschrecken feststelle, dass ich es häufig selbst auch tue.

    Erstens führt das dazu, dass man sich selbst wichtig nimmt, je besser man argumentieren kann.
    Zweitens findet man keine Lösung, sondern jeder bleibt auf seiner Position beharren.
    Und drittens hat man keine Garantie, dass man wirklich auf der richtigen Fährte ist.

    Sondern man muss den Menschen eher ein Gespür für den „Geist des Evangeliums“ mitgeben können.

    Wie gesagt, eine persönliche Beziehung zu Gott halte ich für wirklich wichtig. Sonst wird man den Kern der Sache nie begreifen. Dann kann man in die Bibel wirklich so gut wie alles hineinlegen.

  9. @Philip

    Ja, Du hast natürlich recht, dass man persönlich an Gott glauben sollte, wenn man davon redet.

    Wissen und Verstand kommen aber ergänzend hinzu.
    Wenn sie dazu mißbraucht werden, um andere abzuqualifizieren, verfehlt man natürlich denn Sinn eines Gesprächs.

    Aber wenn man zb verschiedene theologische Konzeptionen mit einbringen kann, verschiedene Sichtweisen und Aspekte, wie was im Lauf der Kirchengeschichte sich entwickelt hat, ist das sicher förderlich. Und es bewahrt einen selbst auch etwas davor, Andere abzuqualifizieren, bloß, weil sie einen anderen Glauben haben. Da sollte man nämlich aufpassen: Zwar durchaus vom Evangelium und dem christlichen Gott erzählen, wenn die Situation es zulässt, dann auch von einer persönlichen Beziehung zu Gott.
    Aber nicht militant irgendwie (will ich Dir jetzt übrigens auch überhaupt nicht unterstellen ! ergab sich nur so der Gedanke). Also tolerant in dem Sinne, dass anderes etwas anderes glauben dürfen. Aber dass man davon erzählen kann, was man selbst für richtig hält – und den anderen nicht erdrückt damit.

    http://theolounge.wordpress.com/2007/06/20/mission-und-dialog/

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