Am 11.Juli stahlte die ARD einen Bericht über sog. christlichen Fundamentalismus aus. In diesem Bericht wurden wiederholt Bibeln verbrannt. Der Geschäftsführer des christlichen Medienverbundes fordert nun redaktionelle Konsequenzen beim Hessischen Rundfunk wegen dieser Tatsache.
Ist dies nun übertrieben ? Schwer zu sagen. Allerdings haben die Deutschen eine gewisse unselige Erfahrung mit Bücherverbrennungen. Vor diesem Hintergrund wird die Sache noch etwas prekärer. Die tiefere Aussage geht also in Richtung Zensur: Wir bestimmen, was man lesen darf. Oder vielmehr: wir liefern den gedanklichen Unterbau dazu – was vielleicht sogar noch kritischer ist. Denn aus Gedanken werden Taten, aus Taten werden Gewohnheiten, aus Gewohnheiten entsteht letztlich der Charakter. Hier lesen.
Bibelverbrennung – Redaktionelle Konsequenzen gefordert
von
Entdecke mehr von god.fish
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
1 Arbeit Architektur Bayern Berlin Beziehung Beziehungen Bibel Bilder blau Blumen Christen Christentum Corona Coronavirus demokratie Details Deutschland Donald Trump EKD Essay Essen Ethik EU Europa Evangelisch Farben Flüchtlinge Fotografie Fotos frieden funny.casa Gedanken Gedichte gelb Gemeinde Geschichte Gesellschaft Gesundheit Glaube Gott grün Herbst Highlight Hoffnung Humor Impressionen italien Jesus Jesus.casa Katholisch kinder Kirche Klimaerwärmung krankheit Krieg Kultur Kunst Leben Lebenshilfe Liebe Medien menschen Menschenrechte Musik Musikgeschichte münchen München inside Nachgedacht Nato Natur neu Olaf Scholz Ostern Pandemie philosophie photography Politik Psychologie Putin Religion Russland Satire Sprache sunshine.casa Theologie Tod Toleranz Ukraine Universum Urlaub usa verantwortung video Weihnachten winter Wirtschaft yellow.casa Zivilcourage Zukunft
Kommentare
Ein Kommentar zu „Bibelverbrennung – Redaktionelle Konsequenzen gefordert“
-
Ich hatte der Redaktion geschrieben – unten ihre Antwort, allerdings recht allgemein gehalten und nicht auf meine speziellen Anmerkungen eingehend, aber immerhin…
AndySehr geehrter Herr Meissner,
haben Sie recht herzlichen Dank für Ihre Mail, die wir aufgrund einer Flut von Zuschauerzuschriften erst jetzt beantworten können-wir bitten um Verständnis!
Eines ist uns wichtig: unsere ARD-Dokumentation, „Hardliner des Herrn“,
die keine Reportage über die evangelikale Szene war, sondern den
christlichen Fundamentalismus zum Thema hatte, sollte gewiss keine
religiösen Gefühle verletzen. Wir wollten auch niemanden kränken. Nach
der Ausstrahlung hat der Film eine große, mit viel Leidenschaft
geführte Diskussion entfacht. Dazu gehört auch, dass viele Zuschauer
mitgeteilt haben, sie hätten sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt
gefühlt- das bedauern wir sehr und möchten auch Ihnen mitteilen, dass dies an keiner Stelle bezweckt war.
Die in Zuschauer-Briefen und in den Medien erwähnte „brennende Bibel“
war keine Effekt-Hascherei, sondern ein in der Zuspitzung wohl
überlegtes Symbol: Viele Fundamentalisten benutzen die Bibel als
Strafinstrument, als Drohung der Verdammnis im ewigen Feuer, das in der
Bibel eine wichtige Rolle spielt. Auch Assoziationen mit einer „feurigen
Debatte“ über biblische Aussagen, waren durchaus beabsichtigt: „Ein
uraltes Buch sorgt für Aufregung – und das ist gut so“, lauten die
letzten Sätze der Dokumentation.
„Die Hardliner des Herrn“ wollten einen Einblick in eine sehr
facettenreiche Szene geben – und zu einem lebendigen Disput animieren.
Wir bedanken uns, dass auch Sie sich daran beteiligt haben und möchten unser Bedauern zum Ausdruck bringen, wenn wir damit Ihre religiösen Gefühle verletzt haben.
Mit freundlichen Grüßen
Hessischer Rundfunk
-Redaktion „horizonte“
Bertramstr. 8
D-60320 Frankfurt
Tel: 0049-69 1553548
Fax: 0049-69 1553361



Kommentar verfassen