Organspendeshow war nur ein „Scherz“

zzz_siegesucht.jpgDie angeblich todkranke Nierenspenderin war bloß eine Schauspielerin, die nierenkranken Mitspieler waren hingegen echt, waren aber eingeweiht. Nun atmet Europa auf. Die Show hat also wohl ihr Ziel erreicht: das Organspendethema in die Öffentlichkeit zu tragen – und nebenbei den Sender zu promoten. Mit der ersten Erleichterung stellt sich jedoch auch gleich eine weitere Frage: heiligt der Zweck die Mittel ? Ist es legitim, für einen scheinbar guten Zweck abertausende Menschen bewußt zu täuschen ? Ist der auf diese Weise massiv geschehene Organspendeaufruf ein guter Zweck ? Oder ist er nicht vielmehr das Unter-Druck-Setzen einer breiten Öffentlichkeit ?

Ist dies nicht erzwungenes „ethisches“ Handeln, wenn Menschen durch Fehlinformationen und bewußte Manipulation der Emotionen dazu veranlasst werden, nun Organspendeausweise zu beantragen ?

Die Sache bleibt – auch nach dieser Enthüllung – durchaus kritisch. Die Behauptung, der eigentliche Skandal sei die mangelnde öffentliche Sensibilität gegenüber dem Thema, bleibt zunächst eine Behauptung.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Organspendeshow war nur ein „Scherz““

  1. Sicherlich war es nicht gerade die feine englische Art, die Menschen an der Nase herumzuführen. Und natürlich werden sich viele irgendwie moralisch unter Druck gesetzt fühlen.
    Auf der anderen Seite haben sich, wenn ich den Zeitungsberichten glauben darf, die ich mittlerweile darüber gelesen habe, alleine am Abend der Sendung 31.000 Niederländer ein Organspenderformular von einer Website heruntergeladen, die in der Sendung genannt wurde.
    Und last but not least wurde ein Thema unübersehbar und provokant in das öffentliche Blickfeld gerückt, welches man gerne verdrängt und übersieht. Vielleicht heiligt mancher Zweck doch auch manches Mittel …

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