Pfisterbrot, doppelt gebacken

Wenn man in Bayern lebt und sich mal was Gutes tun möchte und zufällig etwas zu viel Kleingeld dabei hat, kann es passieren, dass man zur bayrisch königlichen Hofpfisterei geht, die noch bio backt und sehr gute Brote hat.

Gestern war so ein Augenblick und ich wollte mal ein neues Brot testen. Ich bat die Dame hinter dem Tresen, mir von einem ganzen Brotlaib eine Hälfte abzuschneiden. Als die Dame mir das Brot dann zur Verpackung auf den Tresen legte, sagte ich, oh, ein bisschen schwarz, oder? Sie sagte, doppelt gebacken! Das war für mich Argument genug, ihr nicht die Mühe zu machen, das extra für mich geschnittene Brot nun wieder zurück ins Regal legen zu müssen, auch, wenn es ja keine Brotscheiben waren, sondern nur ein halber Brotlaib. Aber egal. Meine Schlagfertigkeit war zu diesem Thresengespräch nicht allzu hoch und unhöflich wäre es mir auch vorgekommen. Also nahm ich das Brot und kaufte es.

Nun sitze ich beim Frühstück und muss immer die schwarze Kruste abmachen, denn allzu gesund sind ja verbrannte Sachen offenbar nicht.

Wenn wir das nächste Mal Freunde da haben und grillen und eine Wurst sollte mir verbrennen, werde ich die Freunde darauf hinweisen, dass man die ja noch gut essen kann, doppelt gebraten!


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Kommentare

4 Kommentare zu „Pfisterbrot, doppelt gebacken“

  1. Ist mir heute auch passiert, nachdem das doppeltgebacken gelobt wurde wollte ich es testen.
    Es ist verbranntes Brot

  2. Ja, schmeckt dafür dann doppelt dunkel 😉

  3. Avatar von Binzga

    Gut, dass ich mir ein Herz gefasst und dieses Brot selbst probiert habe, denn es ist eines der Besten, die ich seit langem gegessen habe. Wenn man keine dunkle Kruste mag, hätte man vielleicht geschickter ungerösteten Weizentoast kaufen sollen 😛

  4. Ja, normalerweise schmeckt es wirklich sehr gut.

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