
Die Nachricht von deinem Tod hat uns erreicht und lässt uns fassungslos und unendlich traurig zurück. Mitte 50. Unser Alter. Es fühlt sich falsch an, unwirklich.
Wir kannten dich seit unserer Jugend, unsere Wege sind so lange nebeneinander hergelaufen. Durch die Gänge der Schule, in der sogar deine Mutter uns unterrichtete. Diese gemeinsamen Jahre haben uns geprägt und verbunden.
Bilder tauchen auf, wie Lichter in der Dunkelheit. Unsere gemeinsamen Erlebnisse, wie die Theaterbesuche in München. Ich sehe uns noch vor mir, junge Menschen voller Träume, die nachts auf die S-Bahn warten. Ich erinnere mich an unsere Gespräche im Dunkeln, an das Lachen und die Pläne, die wir schmiedeten.
Und dann dieser eine legendäre Abend nach dem Abitur. Unsere erste, etwas ungeschickte Begegnung mit Blue Curaçao, Bananenlikör und Brandy. Als der Abend für einen von uns aus dem Ruder zu laufen drohte, warst Du diejenige, die Verantwortung übernahm und ihn sicher nach Hause brachte. Das warst du: Fürsorglich, klar und verlässlich.
Dein Tod, liebe Eva, reißt nicht nur eine Lücke in unser Leben, er hält uns auch schmerzlich unsere eigene Endlichkeit vor Augen. Der Gedanke, dass ein Leben so plötzlich enden kann, ist kaum zu ertragen. Jeder Tod kommt zu früh, aber deiner, in der Mitte des Lebens, fühlt sich wie ein Schrei gegen die Ordnung der Dinge an. Viel zu früh.
Und doch glauben wir fest daran, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. In all unserem Schmerz und unserer Trauer halten wir uns an der Hoffnung fest, dass du nun an einem Ort des Friedens bist. Wir stellen uns vor, dass du geborgen bist, in einem Licht, das nicht mehr verlöscht, und in einer Liebe, die alle unsere Fragen übersteigt. Der Vorhang hier ist gefallen, aber wir vertrauen darauf, dass er sich für dich an anderer Stelle zu einer neuen, helleren Bühne gehoben hat, in der Geborgenheit Gottes.
Du fehlst uns. Dein Lachen, deine Art, deine Gegenwart.
In unseren Herzen und Erinnerungen lebst du weiter. Danke für alles, Eva.



Kommentar verfassen