
Essen hält Leib und Seele zusammen,
sagt man,
und ich frage mich,
ob das Brötchen in meiner Hand
mehr ist als Mehl und Hefe.
Manchmal
ist es die warme Suppe,
die Stille ersetzt.
Oder der Apfel,
der mich erinnert,
dass ich noch lebe.
Ein Teller Spaghetti,
gegessen im Kreis der Freunde,
füllt nicht nur den Magen,
sondern auch
diese Lücke irgendwo im Brustkorb.
Die Seele isst mit,
sagt man –
und vielleicht hat sie
längst gelernt,
dass ein Butterbrot
manchmal mehr heilt
als tausend Worte.
Ein Bissen gegen das Alleinsein.
Ein Schluck gegen die Leere.
Ein Mahl
als stilles Gebet
für das,
was uns am Leben hält.



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