
Keine halben Sachen
Während Russland seinen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine fortsetzt, steht eines fest: Wankelmütigkeit ist keine Option. Bundeskanzler Friedrich Merz hat in seiner Regierungserklärung klargestellt, wo Deutschland steht – und das muss mehr als Worte bedeuten.
„Ohne Wenn und Aber“ stehe Deutschland an der Seite der Ukraine, sagte Merz. Und genau das ist jetzt gefragt: klare Haltung, klare Mittel, klare Konsequenz. Denn Putins Russland versteht nur eine Sprache: die der Entschlossenheit. Wer glaubt, ein paar besetzte Landstriche würden den Hunger des Kremls stillen, verkennt die Lage dramatisch.
Cyberattacken, Giftanschläge, Morde in europäischen Städten – Merz nannte sie beim Namen. Sie sind keine Einzelfälle, sondern Teil eines aggressiven Netzwerks russischer Einschüchterungspolitik. Desinformation, Destabilisierung, Drohgebärden – all das gehört zum Arsenal eines Staates, der sich längst von jeder Form internationaler Verantwortung verabschiedet hat.
Deshalb darf unsere Hilfe nicht nur symbolisch sein. Sie muss spürbar, substanziell und strategisch sein:
- Militärisch, damit die Ukraine ihr Land verteidigen kann.
- Finanziell, damit der Staat weiter funktioniert.
- Humanitär, damit die Menschen überleben.
- Politisch, damit klar bleibt, wer auf der Seite des Völkerrechts steht.
Wer jetzt von „Neutralität“ spricht, betreibt in Wirklichkeit Kollaboration durch Gleichgültigkeit. Die Ukraine kämpft nicht nur für sich selbst, sondern für uns alle – für Demokratie, Freiheit und die Unantastbarkeit von Grenzen.
Deutschlands Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel. Die Zeit der Ausflüchte ist vorbei. Jetzt ist die Zeit für Verlässlichkeit, Klartext – und eine kraftvolle Unterstützung, die diesen Namen verdient. Denn wer Freiheit wirklich schätzt, lässt sie nicht allein verteidigen.
Quelle ZEIT ONLINE



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