
An diesem Donnerstag könnte es Gespräche zwischen Selensky und Putin in der Türkei geben, sofern Putin nicht kneift. Wonach es aktuell aber aussieht.
Wolodymyr Selenskyj setzt ein Zeichen – und das völlig zu Recht. Wenn es um Frieden für die Ukraine geht, braucht es keine Showveranstaltungen mit russischen Delegierten, die nichts zu entscheiden haben. Wer ernsthaft an einer Lösung interessiert ist, muss direkt mit dem sprechen, der den Krieg befohlen hat: Wladimir Putin.
Alles andere ist Zeitverschwendung.
Russlands Delegationen sind verlängerte Arme des Kremls, Staffage für Gespräche, bei denen Ergebnisse ohnehin nur dann entstehen, wenn Putin selbst es will. Mit Funktionären zu diskutieren, die keine Autorität besitzen, ist ein Spiel auf Zeit – und genau darauf zielt Moskaus Strategie seit Jahren ab: verzögern, verschleiern, verwirren.
Selenskyjs Haltung ist ein Akt der Klarheit und Stärke.
Er zeigt: Die Ukraine lässt sich nicht auf diplomatische Nebelkerzen ein. Es gibt nichts zu verhandeln mit jenen, die das Massaker nur mit anderem Tonfall erklären. Putins System funktioniert vertikal – und nur an der Spitze kann entschieden werden, ob dieser Krieg endet.
Wer wirklich Frieden will, muss sich der Realität stellen: Verhandelt wird nur mit dem, der die Gewalt stoppen kann. Und das ist nicht irgendein Delegierter – sondern Putin selbst.
Quelle ZEIT ONLINE



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