
Heute um 11 Uhr ist es wieder soweit: Ihre Handys werden klingeln. Keine Panik, es ist nur der bundesweite Warntag. Der Grund für das vibrierende Konzert in allen Taschen? Nun ja, Sirenen haben wir kaum noch – die meisten wurden in den letzten Jahrzehnten abgebaut. Denn warum sollte man ein altes, aber funktionierendes Warnsystem behalten, wenn man auch auf den nervigen Smartphone-Alarm setzen kann?
Eigentlich soll der Warntag uns beruhigen, uns zeigen, dass wir im Ernstfall gewappnet sind. Doch was genau lernen wir aus dieser Übung? Dass unser Verteidigungsapparat so löchrig ist wie ein Schweizer Käse, vielleicht. Denn selbst wenn um 11 Uhr – rein hypothetisch natürlich – Russland angreifen sollte, hätte das akustische Spektakel wahrscheinlich kaum mehr Auswirkungen als ein kollektives Schulterzucken. Warum? Weil unsere Bundeswehr so kaputt gespart wurde, dass es ohnehin egal wäre.
Zum Glück ist das alles nur ein Test, vermutlich. Aber mal ehrlich: Wenn es irgendwann mal wirklich ernst wird, dann hilft auch kein Handygebrumme mehr. Da bleibt uns wohl nur eins – hoffen, dass die nächste Übung auch die letzte bleibt, oder uns zumindest für einen Moment das Gefühl gibt, irgendwer da draußen hätte noch den Überblick.



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