
Wim Wenders‘ Film „Perfect Days“ (2023), ein japanischer Spielfilm, erzählt die Geschichte von Hirayama, einem Toilettenreiniger in Tokio, der ein einfaches, strukturiertes Leben führt und sich in seiner Freizeit seiner Leidenschaft für Musik, Bücher und die Fotografie von Bäumen widmet. Diese Darstellung eines einfachen Lebens könnte als eine visuelle Umsetzung des „Flow“-Konzepts von Mihály Csíkszentmihályi interpretiert werden. Csíkszentmihályi beschreibt „Flow“ als einen Zustand völliger Vertiefung und Aufgehen in einer Tätigkeit, oft gekennzeichnet durch ein Gefühl der Zeitlosigkeit und des tiefen Glücks.
Die Uraufführung von „Perfect Days“ fand beim Filmfestival von Cannes 2023 statt, wo der Film internationale Anerkennung erhielt. Kōji Yakusho wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet, während Wenders den Preis der Ökumenischen Jury erhielt.
Die Verbindung zwischen Hirayamas Leben und dem Flow-Konzept liegt in seiner Hingabe und seinem Engagement für seine Interessen. Indem er sich vollkommen in seine Aktivitäten vertieft, findet er Sinn und Freude in seinem alltäglichen Leben, was dem Flow-Zustand entspricht. Der Film kann als Metapher für die Suche nach Zufriedenheit und Glück in einer Welt voller Ablenkungen und Komplexität gesehen werden. Wenders‘ Werk reflektiert somit tiefgreifend die aktuellen Fragen unserer Zeit, insbesondere die Suche nach Authentizität und Erfüllung in einem zunehmend entfremdeten gesellschaftlichen Umfeld.



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