Eine moderne Schöpfungsgeschichte

In Anlehnung an die Schöpfungsgeschichte in Genesis 1.

  1. Im Anfang war das Nichts, eine Leere so tief und dunkel, wie der Raum zwischen den Sternen, ein Universum der Möglichkeit. Aber in diesem Nichts schwebte ein Funke – ein Funke, der zum Urknall werden sollte. Gott sprach: „Siehe, ich bin der Anfang und das Ende, der Ursprung des Lichts und des Lebens.“
  2. Und dann, in einem Bruchteil eines Augenblicks, erstrahlte der Funke in Licht und Wärme, heller als tausend Sonnen. Das Universum wurde geboren, geweitet aus diesem winzigen Samenkorn. Sterne wurden geboren und Sterne starben, spendeten Leben und nahmen es. Gott betrachtete das Licht und die Sterne und sprach: „Es ist gut, das Licht hat die Dunkelheit überwunden, das Licht der Sterne erfüllt das Dunkel.“
  3. Und in einer dieser Galaxien, in einem ruhigen Arm, um einen gelben Stern, formte sich ein kleiner blauer Planet. Der blaue Planet kühlte ab, Wolken bildeten sich und regneten auf seine Oberfläche. Die Meere und Flüsse formten sich, das Land nahm Gestalt an. Gott sah diesen Planeten und das Wasser und das Land und sprach: „Es ist gut, er wird ein Zuhause für das Leben sein, die Grundlage für das Leben.“
  4. Und in den tiefen Ozeanen begann das Leben. Einfache Zellen, die Licht in Nahrung umwandelten. Sie vervielfältigten sich und wuchsen, passten sich an, veränderten sich und wurden komplexer. Leben füllte die Ozeane. Gott sah das Leben im Wasser und sprach: „Es ist gut, es ist vielfältig und wunderschön.“
  5. Das Leben eroberte das Land. Bäume streckten sich zur Sonne, Tiere bevölkerten das Land und die Luft wurde erfüllt vom Gesang der Vögel. Gott betrachtete das Land und die Luft, sah das Leben, das sie füllte und sprach: „Es ist gut, sie sind erfüllt mit Leben und Schönheit.“
  6. Und dann erschien der Mensch, ausgestattet mit Vernunft und Bewusstsein, fähig zu lieben und zu träumen, zu erschaffen und zu zerstören. Gott sah den Menschen und sprach: „Es ist gut, er ist ein Bewunderer und Hüter der Schöpfung.“
  7. Am siebten Tag betrachtete Gott das vollbrachte Werk der Schöpfung, all die Wunder und Schönheiten, die aus dem Nichts entstanden waren. Er sah, dass alles gut war, und ruhte. „Es ist vollbracht,“ sprach er, „und es ist gut.“ So wurde der siebte Tag zum Tag der Ruhe, ein Zeichen des vollendeten Werks.

Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

1 Arbeit Architektur Bayern Berlin Beziehung Beziehungen Bibel Bilder blau Blumen Christen Christentum Corona Coronavirus demokratie Details Deutschland Donald Trump EKD Essay Essen Ethik EU Europa Evangelisch Farben Flüchtlinge Fotografie Fotos frieden funny.casa Gedanken Gedichte gelb Gemeinde Geschichte Gesellschaft Gesundheit Glaube Gott grün Highlight Hoffnung Humor Impressionen italien Jesus Jesus.casa Katholisch kinder Kirche Klimaerwärmung krankheit Krieg Kultur Kunst Leben Lebenshilfe Liebe Medien menschen Menschenrechte Musik Musikgeschichte münchen München inside Nachgedacht Nato Natur neu Nächstenliebe Olaf Scholz Ostern Pandemie philosophie photography Politik Psychologie Putin Religion Russland Satire Sprache sunshine.casa Theologie Tod Toleranz Ukraine Urlaub usa verantwortung Vertrauen video Weihnachten winter Wirtschaft yellow.casa Zivilcourage Zukunft


Kommentare

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen