
So sitzt er da, der gute alte Putin, im kalten Herzen des Kremls. Einst der stolze Falke, der über die eurasischen Steppen kreiste, doch nun scheint ein anderer Raubvogel seinen Schatten auf ihn zu werfen. Ein Mann namens Prigoschin, Chef der Wagner Söldnertruppe, ist der neue Adler am Horizont. Und er hat es auf mehr abgesehen als nur die Überreste eines Schlachtfeldes.
Es scheint, als ob Prigoschin die Kriegserklärung an die Ukraine – und letztendlich an das Völkerrecht selbst – für eine ausgezeichnete Gelegenheit hält, ein bisschen Aufruhr im eigenen Hinterhof zu stiften. Krieg in der Ukraine? Das sei nur ein Vorwand, sagt er, ein hinterhältiger Trick einer gierigen Elite, um sich die Taschen zu füllen. Und Putin? Nun, er wurde nicht namentlich erwähnt, aber wir wissen alle, wer da in die Tasche greifen könnte.
Der Kreml in Aufruhr! Und Putin sitzt da, zwischen zwei Feuern, in einem Schachspiel, in dem er die Regeln nicht mehr zu bestimmen scheint. In der Ukraine ist sein Militär gebunden und nun marschiert Prigoschin auf Moskau zu. Vielleicht hat er jetzt endlich Zeit, die letzten Kapitel von „Krieg und Frieden“ zu lesen.
Aber warten wir ab. Unser Freund Putin hat in der Vergangenheit oft genug bewiesen, dass er kein leichtes Opfer ist. Vielleicht hat er ja noch ein Ass im Ärmel oder – noch besser – einen weiteren Söldnertrupp in der Hinterhand. Oder vielleicht braucht er einfach nur ein bisschen mehr Zeit, um die richtige Schachfigur zu bewegen.
Die Ironie an der ganzen Sache? Die Ukraine, ein Land, das sich inmitten einer schweren Krise befindet, könnte nun eine Atempause bekommen. Nicht, weil Putin plötzlich von seiner aggressiven Haltung abweicht, sondern weil sein eigenes Haus in Flammen steht. Ein Feuer, das nicht von einem ukrainischen Molotowcocktail, sondern von einem russischen Söldnertruppenchef entfacht wurde.
Es bleibt abzuwarten, ob Putin aus dieser Lage herauskommt. Eines ist jedoch sicher: Der Tanz hat gerade erst begonnen, und Putin muss sich nun entscheiden, ob er der Führer oder der Geführte ist. Aber lassen Sie uns ehrlich sein, eine Niederlage würde ihm vielleicht guttun. Zumindest wäre es eine Chance, sein internationales Image zu verbessern. Zynisch? Vielleicht. Aber in der Politik, wie im Tanz, ist Timing alles. Und es scheint, als ob Putins Uhr abgelaufen ist.



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