Katholischer Segen für homosexuelle und wiederverheiratete Menschen | Synodaler Weg

In der evangelischen Kirche in Deutschland ist die Lage wie folgt und insgesamt doch recht entspannt und tolerant.

[…] In den evangelischen Landeskirchen in Deutschland kann man sehen, wohin die Reise erfreulicherweise geht. Dort werden gleichgeschlechtliche Paare schon lange gesegnet; schon Anfang der Nullerjahre waren Segnungsgottesdienste vielerorts üblich. In Luthers Kirche geht der Trend inzwischen zur Trauung: gleichgeschlechtlich, gleichberechtigt. Pfarrerinnen und Pfarrer, die das ablehnen, müssen sich rechtfertigen. Theologisch besteht aber ein Unterschied: Auf evangelisch ist die Trauung kein Sakrament. […]

Quelle ZEIT ONLINE

Und wie sieht es bei den Katholiken aus? Da glaubt man immer, es würde sich nichts tun in der katholischen Kirche, aber dann tut sich doch was. Zwar zäh und langsam, aber es tut sich was.

Ab März 2026 sollen in Deutschland homosexuelle Paare den Segen der katholischen Kirche erhalten können, ebenso Menschen, die rechtmäßig geschieden und standesamtlich wieder verheiratet sind.

Die Synodalversammlung zur Reform der katholischen Kirche hat beschlossen, dass es ab März 2026 offizielle Segensfeiern auch für homosexuelle Paare geben soll. Geschiedene, die standesamtlich noch einmal neu geheiratet haben, sollen ebenfalls ihre Beziehung von der katholischen Kirche segnen lassen können.

Quelle ZEIT ONLINE

Und wer weiß, vielleicht wird es ja irgendwann einmal auch Priesterinnen geben können – katholische. Denn evangelische Pfarrerinnen gibt es ja schon seit Jahrzehnten. Ebenso gibt es schon seit längerem in evangelischen Kirchen die Segnung und sogar Heirat der oben genannten Menschengruppe.

Frauen sollen in Zukunft in katholischen Messfeiern predigen dürfen.

Eine Mehrheit der 209 Teilnehmer des katholischen Reformprozesses Synodaler Weg stimmte am Freitag in Frankfurt am Main nach langer Debatte einem entsprechenden Reformvorschlag zu.

169 Delegierte und damit gut 90 Prozent stimmten für die Annahme, darunter auch 47 Bischöfe. Dem Vorschlag zufolge sollen die deutschen Bischöfe eine Ausnahmeregel erarbeiten und dafür eine Erlaubnis beim Vatikan erwirken, nach der „qualifizierte Gläubige“, also auch Frauen, in einer Eucharistiefeier predigen dürfen. Frauen durften bislang zwar in sogenannten Wort-Gottesdiensten ohne Abendmahlfeier eine Predigt halten, waren aber von der sogenannten Homilie, der Predigt in der Eucharistiefeier, ausgeschlossen. […]

Quelle evangelische_de

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