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Rest in peace and live forever

Gestern ging eine alte Freundin meiner Eltern auf die Toilette, bekam einen Herzinfarkt und starb.

Nein, die Eltern waren nicht dabei, es passierte woanders. Und nein, die Eltern hatten auch nicht sehr engen Kontakt zu ihr, aber trotzdem war sie eine unglaublich herzliche Frau, die sehr fehlen wird. Den Eltern, mir, ganz besonders natürlich ihren Angehörigen.

Im Alter kommt eins zum anderen. Stirbt der eine, stirbt der andere, dann stirbt noch einer. Und das ist durchaus beunruhigend.

Denn es ist so: Das scheint die Herausforderung zu sein, wenn man selber im mittleren Alter ist. Die Kinder sind noch jung. Man selbst ist nicht mehr Kind, nicht mehr Jugendlicher, aber man ist auch noch nicht alt. Auf der einen Seite die Kinder, um die man sich kümmert, mittendrin die Arbeit und das Leben ben, das einen ziemlich fordert, auf der anderen Seite die alten Menschen, die einem etwas bedeuten und die nun auf einem Zeitstrahl wandern, der wahrscheinlich nicht mehr allzu lang ist, zumindest nicht auf der Erde.

Meine Mutter hatte die Dame vor ein paar Tagen noch getroffen, der es soweit eigentlich ganz gut ging.

Der Mann der Verstorbenen leitet eine Seniorengruppe und sagte kürzlich, seit letztem Jahr seien dort 14 Menschen gestorben. Meine Güte.

Es sind Menschen, die ich nicht kenne. Aber letztes Jahr starben gleich zwei ältere Menschen, die ich kannte.

Manche versuchen sich nun damit zu trösten, zu sagen, ein schneller Tod sei ja irgendwie ein gnädiger und somit ein schöner Tod. Allerdings kommt mir der Begriff “schön” in Bezug auf den Tod doch irgendwie schal und unpassend vor. Nein, der Tod ist nicht schön. Das Leben ist schön.

Diese ältere Dame, nennen wir sie einmal Christel, ist uns allen nun ein Schritt vorausgegangen und ist bei ihrem Schöpfer. In seiner Liebe und seiner Güte und seiner Ewigkeit kann sie nun bei ihm leben. Das glauben wir, daran glauben wir, aber vorstellen können wir es uns nicht, denn unsere menschliche Vorstellung reicht dazu nicht aus. Wir müssen es glauben, das ist die einzige Möglichkeit.

Ich habe für Christel gebetet, für die Angehörigen und für alle, denen sie etwas bedeutet hat.

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