
Gerade geht ein russisches Narrativ durch gewisse Medien und durch Twitter, wonach der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennet in einem Interview angeblich gesagt habe, der Westen hätte Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland blockiert.
Dieses Narrativ wurde unter anderem begeistert von Sahra Wagenknecht aufgenommen, der eine gewisse Nähe zu Putin nachgesagt wird.
Zum einen handelt es sich jedoch um einen Übersetzungsfehler, zum anderen war die Sache insgesamt anders.
[…]
Seit etwa drei Tagen wird das Narrativ des Eingreifens durch den Westen durch eine neue Erzählung befeuert.
Mehrere Medien berichten darüber, der damalige israelische Premierminister Naftali Bennett hätte gesagt, der Westen habe damals Verhandlungen blockiert, bei denen er vermittelt habe. […]
Wir haben es erneut mit der Verzerrung von Tatsachen zu tun, die vor allem von Rechtspopulisten und der russischen Propaganda erzählt werden.
Durch die Verkürzung und Vereinfachung wird (bewusst) impliziert, Ukraine und Russland hätten verhandelt, und „der Westen“ oder die NATO hätten der Ukraine dann gesagt „Das darfst du nicht.“
Doch das hat so nie stattgefunden. Alleine schon, weil es solche Verhandlungen nie gegeben hat. Es gab diplomatische Bemühungen um eine Feuerpause um überhaupt erstmal Verhandlungen möglich zu machen.Die Richtigstellung ist gemäß Bullshit-Asymmetrie-Prinzip (Brandolinis Gesetz) fast unmöglich zu widerlegen. Da es entweder fünf Stunden Interview plus Übersetzung oder einen vier DinA4 Seiten langen Beitrag von Ungemeve kostet, das richtig zu stellen. Während bereits neuer Bullshit produziert wird.
Quelle ungemeve_de
Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.



Kommentar verfassen