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Corona ist auch nicht mehr das, was es mal war

In München hat heute die Wiesn begonnen, dass größte Oktoberfest der Welt. Ohne Masken, ohne Testpflicht.

Aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm. Vielleicht muss man Hendrik Streeck, den Virologen, der zu Beginn der Pandemie und auch währenddessen immer gut gelaunt in die Kamera lächelte, hier doch ein bisschen nachträglich in Schutz nehmen, meinte er doch schon zu Beginn der Pandemie, dass man werde lernen müssen, mit dem Virus zu leben.

Viele Menschen in Deutschland sind mehrfach geimpft und die Omikonvariante scheint bei den meisten Menschen, sofern sie nicht zu einer Risikogruppe gehören, keine allzu schweren Folgen mehr zu verursachen, soweit man das derzeit überblicken kann. Und die Leute die zu einer Risikogruppe gehören, können heute ffp2-Masken in Hülle und Fülle kaufen und auch tragen, um sich selbst zu schützen.

Also insofern, warum nicht?

Ich muss hier an einen Vergleich denken, vielleicht hat ihn ein Lehrer in unserer Kindheit einmal gebracht bzw uns gefragt. Er fragte, was würdet ihr lieber wählen, ein Leben, das nur 10 Jahre dauert, das aber recht ausgefüllt ist, oder ein Leben, das 100 Jahre dauert unter der Maßgabe, dass man nur in einem Bett liegen und an die Decke schauen kann ?

Damals dachte ich, man würde logischerweise die 100 Jahre wählen. Doch heute bin ich mir da überhaupt nicht mehr sicher.

Im übertragenen Sinne ist das nämlich die Frage heutzutage. Corona dürfte die nächsten Jahre auch immer mal wieder ein Thema sein, aber will man leben – oder will man an die Decke schauen ?

Ich für meinen Teil habe mich mittlerweile für das Leben entschieden, möglichst natürlich über viele Jahrzehnte noch. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

2 Kommentare

  1. god.fish

    Naja, ganz besonders damals, als es keine Impfung gab, war es schon sehr bedrohlich. Mittlerweile scheint es handhabbar geworden zu sein, wenn es nicht ganz dumm läuft.

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