Wie man Russland für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine bestrafen könnte | ZEIT

Die Premierministerin von Estland, Kaja Kallas, hätte da einen Plan, der in der Tat funktionieren kann und der auch funktionieren wird, wenn sich die Staatschefs der EU darauf einlassen.

Europa ist von Putins Erdgas und Erdöl leider noch relativ abhängig und überweist ihm jeden Monat Milliardenbeträge, die Putins System und den russischen Staat, den Putin zu einer faschistischen Diktatur umgebaut hat, finanzieren.

Ein ethisches Dilemma für den Westen. Was ist wichtiger, Energiesicherheit oder Menschenleben?

Man könnte nun dieses Dilemma so ändern, dass auch Putin ein Dilemma bekommt.

Frau Kallas schlägt vor, dass die EU ein Treuhandkonto einrichtet, auf dem ein gewisser Prozentsatz desjenigen Geldes, das die EU für russisches Erdöl und Erdas zahlt, eingezahlt wird und auf welches Putin keinen Zugriff hat, z.b. 15 % des Geldes, vielleicht aber auch mehr.

Von diesem Geld wird nach Kriegsende dann der Wiederaufbau der Ukraine bezahlt, denn es könne ja nicht sein, dass Russland die Ukraine zerstöre und der Westen dann allein mit westlichen Steuergeldern deren Aufbau finanzieren müsse.

Durch dieses Zahlungssystem würde Putin oder zumindest seinen Mitarbeitern klar werden, dass Russland mit jeder russischen Bombe den ukrainischen Aufbau mitfinanziert.

Aber würde Putin dann nicht sofort die Rohstofflieferungen an den besten einstellen?

Das könnte zwar theoretisch sein, ist aber eher unwahrscheinlich. Denn hätte er das tun wollen, oder genauer: hätte er das tun können, dann hätte er das bereits nach dem Aus für „Nord Stream 2“ gemacht oder spätestens nach dem Erlass der westlichen Sanktionen gegen Russland.

Es ist eben so, dass nicht nur der Westen von den russischen Rohstoffen abhängig ist, sondern auch Putins Russland ganz massiv abhängig ist von dem westlichen Geldern.

Es wird Zeit, dass der Westen auch ein bisschen pokert. Dann beim Pokern kann man viel gewinnen.

Dass so etwas durchaus funktionieren kann, hatte ich vor etwa zwei Jahrzehnten einmal in einem Architekturbüro erlebt. Der Chef kam völlig zerknirscht vom Bauträger, für den er plante und schon ziemlich viele Pläne erstellt hatte, zurück. Der Grund war, dass der Bauträger ihm, ziemlich dreist, gesagt hatte, er werde nur die Hälfte des Honorars bezahlen. Was machte der Chef des Architekturbüros? Er regte sich fürchterlich auf – und plante weiter. Warum? Er brauchte den Auftrag. Unbedingt. Auch für das halbe Geld.

Genauer können sie diese Gedanken auf ZEIT ONLINE nachlesen hier.

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