Flüchtlinge und Weihnachten

Bald werden wir also wieder Weihnachten feiern, das Fest der Liebe, der Nächstenliebe, das Fest, bei dem wir daran denken, wie der noch ungeborene Jesus Christus und seine Eltern gezwungenermaßen unterwegs waren, um sich in Steuerlisten einzutragen.

Wir werden uns daran erinnern, wie sie, obwohl Maria schwanger war, nirgendwo aufgenommen wurden und schließlich Maria in einem Stall ihr Kind, Jesus, gebären musste.

Wir freuen uns jetzt schon auf dieses Fest, während zur gleichen Zeit im polnischen Niemandsland in den Wäldern an der Grenze zu Belarus bestimmt 10.000 oder mehr geflüchtete Menschen zwischen Polen und Belarus hin und her geschoben werden, während sie in den Wäldern kein Essen und kein Trinken finden und bei Minusgraden irgendwo auf dem Waldboden übernachten müssen, bis nach und nach einige von ihnen an Unterernährung, Kälte, Wassermangel sterben.

Wir werden uns dann in der Adventszeit freuen, dass Jesus uns so viel Hoffnung brachte in eine so kalte Welt. Manche jedoch werden sich daran erinnern, dass Jesus auch sagte, das, was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Diese Menschen, die sich daran erinnern, werden ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie selbst saturiert im Warmen sitzen und sich auf Weihnachten freuen, während flüchtende Menschen in diesen Wäldern in der Kälte sterben.

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