Vertrauen und Enttäuschung

Wenn man auf Menschen vertraut, kann das Vertrauen erwidert werden, es kann aber auch enttäuscht werden, wenn nämlich Menschen sich ganz anders verhalten, als man denkt.

Wenn man auf Gott vertraut, ist es ähnlich. Glaubt man, er funktioniere wie ein Gebetsautomat, wo man einige Gebete einwirft, um dann gefälligst das zu erhalten, worum man gebeten hat, wird man erst einmal enttäuscht werden, weil Gott sich offensichtlich anders verhält.

Wenn man aber merkt, dass hinter dem eigenen Leben Gott steht und seine schützende Hand über uns hält und durchaus auch Gebete erhört, manchmal so, wie wir sie uns wünschen, aber immer so, wie sie gut sind für uns, dann können wir vertrauen.


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Kommentare

5 Kommentare zu „Vertrauen und Enttäuschung“

  1. SICHERHEIT haben wollen
    ist mit der Angst verwandt.

    VERTRAUEN ist mit
    der Liebe verwandt.

    Oft weiß man gar nicht so genau, um was es sich gerade handelt: Wird nach Sicherheit gesucht, oder ist man im Vertrauen?

    Nichts bleibt,
    wie es gerade ist.

    🔆

    Fisch: „Wenn … dann können wir vertrauen.“

    Vertrauen kennt keine Bedingungen (wenn/dann).
    Sind Bedingungen im Spiel, geht es um Sicherheit.

  2. „Wenn man aber merkt, dass hinter dem eigenen Leben Gott steht und seine schützende Hand über uns hält…, dann können wir vertrauen.“

    Ich denken, Vertrauen hat schon Voraussetzungen. Vertrauen ist eine Zukunftsprognose in ein Verhalten.

  3. ZITAT: „Vertrauen ist eine Zukunftsprognose des Verhaltens eines Menschen aufgrund seines bisherigen Verhaltens.“

    Ihr habt dieses Zitat in verschiedenen Einträgen eures Blogs schon mehrfach wiederholt, manchmal sogar in Fettdruck. 😲 Es gewinnt dadurch aber keinen Deut an Wahrheit.

    Daß Vertrauen und Prognose nicht zusammen gehen, hatte ich hier irgendwo schon mal gesagt.

    Prognose steht in Verbindung mit
    Berechnung – ist nur nicht so exakt.

    Berechnung und Vertrauen… haben
    so viel gemeinsam wie heiß und kalt.

    Dein Zitat trifft zu auf
    1. den Begriff ERWARTUNG und
    2. den Begriff CHARAKTER, aber keinesfalls(!) auf das Vertrauen.

    • ERWARTUNG korreliert mit Enge,
    • VERTRAUEN ist loslassen, ist Weite.

    Bezüglich des Charakters eines Menschen erwarten wir (gemeinhin) keine wesentliche Änderung im Verhalten.

    Tauschst du im Zitat Vertrauen gegen Charakter, stimmt es.

    1. Ja, was du beschreibst, ist Vertrauen als Ist-Zustand.

      Was ich meine, wenn ich das so schreibe, ist eigentlich die Frage, ob man jemandem vertrauen kann – unabhängig davon eigentlich, ob man es tut.

  4. Hier wird es in einem einzigen Satz gesagt:

    „Wirkliches Vertrauen denkt nicht daran,
    was durch Vertrauen verlorengehen könnte.“

    ― Gangaji

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