Deutschlands neue Bundeskanzler

In der SPD gibt es seit einiger Zeit nicht mehr einen Parteichef, sondern zwei, Walter-Borjans und Saskia Esken. Beide nimmt man medial nicht sonderlich wahr und es hat lange gedauert, sich die Namen überhaupt merken zu können.

Anders ist das bei der Union, die aus den beiden Schwesterparteien CSU, welche kleiner ist und nur in Bayern sitzt, und der CDU, die viel größer ist, besteht. Markus Söder, CSU, und Armin Laschet, CDU, stehen seit spätestens gestern bereit, um Bundeskanzler zu werden.

Die Umfrageergebnisse der Union, die ja in der Regierung sitzt, sind in der letzten Zeit zurückgegangen, weil nicht jeder so zufrieden war damit, wie mit der Pandemie umgegangen wurde. Allerdings muss man sagen, Kritik zu üben ist leicht, Politik zu machen ist schwer.

Seit spätestens gestern ist nun klar, dass die Union zwei Kanzlerkandidaten hat, Armin Laschet aus Nordrhein-Westfalen und Markus Söder aus Bayern. Beide sollen sich einvernehmlich einigen, damit es die Union nicht zerlegt. Und beide geben sich leutselig, sind aber beide der Meinung, sie seien jeweils der bessere Kanzlerkandidat, aus Verantwortung natürlich. Verantwortung für Deutschland und so.

Armin Laschet hat in seiner Fraktion der CDU eine große Zustimmung, Markus Söder hat eine breite Zustimmung in der Bevölkerung, viel höher, als für Armin Laschet.

Die Prognose dürfte nun die folgende sein: angenommen Herr Laschet wird der neue Kanzlerkandidat, dann kann er zwar mit großem Rückhalt in seiner CDU-Fraktion rechnen, aber da die Bevölkerung eigentlich bei der Bundestagswahl Personen wählt, und nicht so sehr Parteien, (auch, wenn man natürlich de facto eine Partei wählt), dürfte die Union sich mit Armin Laschet als Kanzlerkandidat schwer tun. Einen Markus Söder (bzw die Union, sofern er Kanzlerkandidat wäre) würden hingegen mittlerweile viele Deutsche wählen, weil er wie der Macher in der Pandemie wirkt. Sein Vorgehen gegen die Pandemie wirkte viel glaubhafter und energischer, als die von Herrn Laschet. Söder handelt, Laschet redet.

Mit Söder dürfte die Union also im Wahlkampf mehr Stimmen erzielen, als mit Herrn Laschet. Sollte die Wahl trotzdem auf Herrn Laschet fallen, dürfte sich seine Fraktion zwar freuen, insgesamt dürfte die Union aber an Einfluss verlieren und weniger Stimmen bei der Bundestagswahl erzielen.

Was also bleibt? Man müsste die Gesetze einfach so ändern, dass es eine Zweierspitze gibt, zwei Bundeskanzler, Herr Söder und Herr Laschet. Allerdings ist noch nicht ausgemachte Sache, ob die Union wirklich die Bundeskanzler stellen kann, weil auch die Grünen mittlerweile sehr stark sind. Drum müsste sich dann vielleicht auf eine Dreierspitze einigen, Herr Söder, der Macher, Herr Laschet, mit dem man immer gerne ein fröhliches Bierchen trinken würde, und Herr Habeck von den Grünen, mit dem man sich in einem pädagogischen Stuhlkreis immer gut verstanden fühlen würde. Eine Trinität, die alles abdeckt, was man so zum Leben braucht.

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