Schutzmaske über dem Mund, Nase guckt raus

Vor einiger Zeit war es der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, dessen Foto durch die Medien ging. Er hatte sich relativ zu Beginn der Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt, allerdings nur über den Mund. Die Nase guckte heraus.

Mittlerweile hat er gelernt, dass auch die Nase mit rein muss.

Wenn ich so durch Deutschland schaue, vermute ich aber, dass einige Menschen Herrn Laschet immer noch als Modell nehmen, an dem sie sich orientieren. Viele Nasen gucken nämlich immer noch heraus.

Besonders originell kürzlich bei einem Restaurant, in dem ich Essen abholte, um es zu Hause zu verspeisen. Gleich zwei Kellner hatten scheinbar Herrn Laschet zu ihrem Vorbild erklärt, ohne mitzubekommen, dass er mittlerweile die Sache anders angeht.

Unfreiwillig originell auch ein Kellner hinter dem Tresen, der an der linken Hand einen Gummihandschuh trug, scheinbar um irgendwie auf die Pandemie zu reagieren. Das Bier am Tresen, in welchem ihm zu wenig Bier zu sein schien, nahm er dann allerdings mit der rechten Hand, um es mehr aufzufüllen. Den Hebel des Bierautomaten, den wohl weitgehend nur er selbst bediente, fasste er mit der geschützen linken Hand an – man will sich ja schließlich nicht an sich selbst infizieren.

Einmal falsch gelernt, für immer falsch angewendet.

Dabei kann man doch eigentlich auch umlernen, oder. So rein theoretisch zumindest. Könnte man. Wenn man wollte.

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