In der heutigen Printausgabe der ZEIT findet man auf Seite 1 ein Plädoyer dafür, dass auch 16-Jährige Schülerinnen und Schüler wählen können sollen.
Der Grund dafür sei, dass sie noch mehr Zukunft zur Verfügung hätten als die ältere Generation, denn die etwa 70 Jährigen sind hauptsächlich der Union aus CDU und CSU verpflichtet.
Dürften jedoch die 16-Jährigen an die Wahlurne, würden sie laut Forsa Institut bei der nächsten Bundestagswahl etwa zu 42% die Grünen wählen, was etwa doppelt so viel ist, wie die Union erhalten würde.
Soweit so gut.
Würde das Plädoyer aber immer noch so ausfallen, wenn die 16-Jährigen, die in ihrem politischen Urteil wohl noch nicht so gefestigt sein dürften, sich von Schleppern und Bauernfängern fangen lassen und dann rechtsextrem wählen würden?
Das ist die Krux an diesem Vorschlag für ein Wahlalter mit 16. Es wird dafür plädiert, weil man glaubt, sie würden grün wählen. Und nur unter dieser Prämisse ist man dafür.
Dass der Wähler allerdings ein wechselhaftes Wesen ist, auch, wenn er erst 16 Jahre alt ist, wird hierbei nicht in Betracht gezogen.



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