Ist Gott türkis?

Vor langer Zeit erzählte mir jemand einmal, dass sie oder er sich Gott türkis vorstelle.

Auch ich stellte mir ihn eine Zeitlang einmal türkis vor.

Aber darf man das? Sich in dieser Art und Weise ein Bild von Gott machen?

Ja, man muss es sogar. Mit Worten und Gedanken machen wir uns täglich ein Bild von Gott, sonst könnten wir gar nicht von ihm reden. Allein, wenn wir ihn „Gott“ nennen, haben wir uns damit ein Bild von ihm gemacht, ein sprachliches Bild. Und selbst, wenn wir Atheisten wären, hätten wir uns damit auch ein Bild von Gott gemacht, ein Anti-Bild.

Der Gedanke des Bilderverbots im Dialog, also in den zehn Geboten der Bibel, ist ein anderer. Man soll Gott nicht auf ein Bild festlegen. Darum geht es. Denn Gott ist viel größer und wohl auch ganz anders, als wir uns auch nur im Entferntesten vorstellen könnten.


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Kommentare

3 Kommentare zu „Ist Gott türkis?“

  1. TheoLounge: „Ja, man muss es sogar. Mit Worten und Gedanken machen wir uns täglich ein Bild von Gott, sonst könnten wir gar nicht von ihm reden.“

    Nein, muß man nicht.

    Ist auch nicht ratsam, das Göttliche auf eine kindliche (2) Weise zu ver-DING-lichen; eine Frage der Geistigen Reife.

    Die Empfehlung: „Du sollst dir kein Bildnis machen!“ hat ihre Berechtigung, denn es ist ein bißchen dumm, das Große (Göttliche) mit etwas Kleinem (Verstand) „begreifen“ zu wollen.

    – Nirmalo

  2. Naja, alleine dadurch, dass du dir hier auch Gedanken über das Göttliche machst, machst du dir eben auch ein Bild vom Göttlichen. Ein gedankliches Bild. Legitim, aber du solltest eben dein Bild des Göttlichen nicht für das einzig wahre halten. Davon handelt ja gerade das Bilderverbot.

  3. Leider ohne Kommentarfunktion:
    http://theolounge.blog/2020/01/21/das-bilderverbot/

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