Die fabelhaften Ergebnisse der fabelhaften UN-Klimakonferenz von Madrid

Schon erstaunlich, was bei der UN-Klimakonferenz in Madrid herausgekommen ist. Denn alle wussten ja, dass es auf sie ankommt.

Und alle wissen, dass man handeln muss. Jetzt. Das Raumschiff Erde, das durch die unendlichen und eiskalten Weiten des Weltalls saust und dessen Natur sich immer wieder auf sonderbare und unverständliche Weise von selbst regeneriert, um uns Nahrung und Wasser und ein lebenswertes Klima geben zu können, sollte man durchaus pfleglich behandeln.

Bei der Klimakonferenz sind sich aus diesem Grund immerhin auch alle einig. Jedes Land findet es daher prinzipiell gut und richtig, wenn ein anderes Land, welches man selber nicht ist, irgendwas fürs Klima tut.

Alles kann, nichts muss.

Froh über diese liberale Haltung sind im Prinzip alle, die diese Haltung gut finden.

Kleines Problem für die Klimaaktivisten ist, dass man neuerdings weiß, dass beispielsweise auch Streaming-Plattformen wie Netflix und Cloud-Anbieter Unmengen von CO2 emittieren, um ihre Serverfarmen am Laufen zu halten und zu kühlen.

Das ist für die Generation Smartphone natürlich ein bisschen unangenehm. Nicht mehr nur der SUV und die Industrie sind die CO2 Verursacher, sondern auch jeder, der Netflix schaut und sein Smartphone häufig nutzt. So was Dummes. Hätte man doch nicht so an die große Glocke hängen müssen.

Aber wie schon gesagt, alles kann, nichts muss. Sollen doch die Leute, die 2050 leben, sich ums Klima kümmern.

Und wenn es ihnen dann zu warm ist, können sie sich ja eine Klimaanlage einschalten. Und auch eine Klimaanlage zur Kühlung der Felder und Obstbäume.

Und dann noch eine, um die Abwärme dieser Klimaanlagen zu kühlen, damit die Welt sich nicht noch weiter erhitzt. Und dann noch eine Klimaanlage, die die Abwärme von der Abwärme wieder kühlt. Und so weiter. Sie wissen schon.

Aber das lässt sich sicherlich technisch lösen. Ach ja, und dann bräuchte man noch eine Klimaanlage, die die Abwärme von der Abwärme von der Abwärme wieder kühlt. Naja, ich glaube, Sie haben das Prinzip verstanden. Alles machbar im Prinzip, auch, wenn es ein kleiner regressus ad infinitum ist.

Aber egal. Wie gesagt, die Leute von 2050 sollen sich mal drum kümmern. Was haben die denn bisher für uns getan? Und was haben die Römer je für uns getan? Eben. Und vielleicht ist Elon Musk mit seinen Flug-Teslas dann auch schon soweit, dass wir alle kollektiv zum Mars auswandern können. Endlich eine tragfähige Lösung.


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