Ein kurzer persönlicher Nachruf auf Roxette

Die Schwedin Marie Frederiksson, besser bekannt als Roxette, ist nach einer längeren Krebserkrankung an den Folgen der Behandlung im Alter von 61 Jahren verstorben.

Das ist natürlich sehr traurig und möge sie in Gottes Frieden ruhen und in Gottes Herrlichkeit leben.

Ich erinnere mich leider noch recht gut an einen Song von ihr, „she’s got the look“.

Es dürfte 1989 gewesen sein, wir hatten gerade Englisch Leistungskurs am Gymnasium und warteten irgendwo im düsteren Keller vor einem Klassenraum auf unsere Lehrerin. Ich übersetzte, nicht ganz ernst gemeint, zum Spaß ein wenig schlampig den Liedtitel von „she’s got the look“ mit den Worten „sie hat den Blick“.

Da hatte ich aber meine Rechnung ohne den Wirt bzw ohne die Legitimierung durch eine androgyne und recht maskulin wirkende, große, mit leichtem bartansatz versehene Mitschülerin gemacht. Sie fuhr mich mit großem Ernst und drohender Stimme in tiefer Basslage an: „Heeeee! Das heißt gefälligst: sie sieht gut aus!“

Um nicht im nächsten Schritt von besagter Person weiblichen Geschlechts an der Wand zerquetscht zu werden und mich alsdann hinuntergespült durch einen Gulli irgendwo zwischen Ratten und Mäusen in der Kanalisation wiederzufinden, lenkte ich ein und sagte: ja ja, du hast ja recht.

Und so hat das Lied „she’s got the look“ für mich seitdem stets eine doppelte Bedeutung. Ja, sie sah gut aus – aber nicht diese Person, die mich darauf hingewiesen hat.


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Kommentare

2 Kommentare zu „Ein kurzer persönlicher Nachruf auf Roxette“

  1. Für mich bleibt es immer „Milk and Toast and Honey“
    Möge sie in Frieden ruhen

  2. Ja, rest in peace

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