Das Wesen von Erinnerungen

Um es mit Gedanken von John Irving einmal zu formulieren, die er in seinem Roman „der Wassertrinker“ schön zusammenfasste, sinngemäß:

Das Wesen von Erinnerungen ist weniger ein Ort, als die Zeit, in der man sie erlebt hat.

Wenn man einen Ort wieder aufsucht, an dem man gewisse Erinnerungen festmacht, mag dieser Ort natürlich helfen, um sich zu erinnern. Die Erlebnisse stellen sich aber nicht automatisch wieder ein, denn sie sind zeitgebunden. Fixiert und in Stein gemeißelt in der Vergangenheit.

Man kommt also nicht umher, neue Erlebnisse zu erleben. In dem Wissen, dass sie morgen schon wieder Erinnerungen sein werden. Und dass es neue Orte geben wird, an denen man sich an sie erinnert, an denen man aber feststellen muss, dass es wieder die Zeit war und die Menschen, mit denen man diese Erinnerungen erlebt hat, und nicht so sehr der Ort an sich.

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