„Als der Wähler eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem braunen Ungeziefer verwandelt…“
Das ARD liefert von 18 Uhr folgende Hochrechnungen der Landtagswahl in Thüringen.
Die Linke 29,5%, AFD 24%, CDU 22,5 SPD 8,5%, Grüne 5,5%, FDP 5%.
Damit ist die Linke also die am meisten gewählte Partei. Grob gesagt es ist in etwa so, dass etwas mehr als ein Viertel der Menschen links denken und reden, ein Viertel CDU denken und wählen und ein weiteres Viertel, immerhin die zweitstärkste Partei, so wie es scheint, hat kein Problem mit dem rechtsradikalem Gedankengut eines Björn Höcke von der AFD.
In einem Land, in dem die Hitlerdiktatur gerade einmal 74 Jahre her ist und in dem ein Björn Höcke nationalsozialistische Terminologien immer wieder aufgreift, muss man sich wirklich fragen, ob dieser Teil Deutschlands denn nichts gelernt hat aus der Geschichte.
In Halle, Sachsen-Anhalt, wurde eben erst ein dramatischer Amoklauf gegen eine jüdische Synagoge in allerletzter Sekunde nicht etwa von der Polizei, die nämlich überhaupt nicht vor Ort war, sondern nur von einer sehr massiven Tür verhindert. Und im Nachbarland, Thüringen, wählt ein Viertel der „besorgten Bürger“ die AFD, die genau diese Ressentiments gegen Minderheiten bedient und propagiert, die zu diesem Attentat geführt haben dürften.
Deutschland, quo vadis? Landolf Ladig freut sich.



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