Gestern Abend wurde ja mit hauchdünner Mehrheit Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gewählt.
Die Grünen und die SPD machten daraufhin in einem Statement klar, dass sie konstruktiv mit Frau von der Leyen zusammenarbeiten wollen.
Das ist fast schon ein wenig Realsatire, hatte die SPD doch kurz vor der Wahl durch ein in Umlauf gebrachtes Papier alles dazu getan, um Frau von der Leyen als Kommissionspräsidentin zu verhindern. Allerdings weiß die SPD ja auch bei ihren eigenen Vorsitzenden nicht immer so ganz genau, ob sie diese aktuell noch mag oder nicht, so oft wie sie wechseln. Insofern darf man da wohl keine strukturelle Gemeinheit drin sehen, sondern eher eine der SPD aktuell eigene Kopflosigkeit und Zerstreutheit, wo der eine Teil nicht weiß, was der andere gerade denkt, und umgekehrt. Vielleicht könnte diese politische Wirrnis irgendetwas mit den niedrigen Umfragewerten der SPD zu tun haben. Nur so ein Gedanke.



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