Nachdem in letzter Zeit zweimal eine Boeing 737 MAX 8 abgestürzt war und Boeing nun selber den Fehler darin sah, dass einer der beiden externen Sensoren einen Fehler gemeldet hatte und dass die Software dann dachte, das Flugzeug habe einen Strömungsabriss und dementsprechend die Nase des Flugzeugs nach unten gesenkt hatte, um dem vermeintlich vermuteten Strömungsabriss zu entgehen, hat Boeing nun einen genialen Plan.
Er lautet, dass die Software künftig die daten beider vorhandenen Außensensoren abgleichen soll. Meldet der eine, man habe einen Strömungsabriss, der andere meldet das aber nicht, solle sich die Software überlegen, ob denn die Meldung des ersten überhaupt stimme.
Das ist natürlich eine zweifellos geniale Idee, dass man die Daten beider Außensensoren einmal abgleicht, bevor man einfach von einem Strömungsabriss ausgeht.
Mich wundert allerdings, dass es nur zwei Sensoren sind, wenn deren Fehlfunktion derart dramatische Folgen haben kann.
Als ich vor vielen Jahren einmal im Cockpit eines Flugzeugs mitfliegen durfte, ich glaube, es war ein Airbus, erklärte mir einer der Piloten, dass im Flugzeug sechs verschiedene Rechner eingebaut seien, welche die Steuerung übernehmen könnten. Würde einer abstürzen, könnte Nummer 2 die Steuerung übernehmen und sollte der abstürzen, Nummer 3, 4, 5 und zuletzt Nummer sechs. Und sollte einmal die stromzufuhr zusammengebrochen sein, könnte man, man glaubt es kaum, manuell noch eine Art Propeller vorne an der Nase des Flugzeugs herauskurbeln, welcher dann zumindest die Energiezufuhr für die Rechner sicherstellen würde.
Aber wenn ich die 6 Rechner mit den zwei Außensensoren der Boeing vergleiche, würde ich doch vorsichtig dazu tendieren, vielleicht noch ein paar mehr Außensensoren in einer Boeing einzubauen. Nur so als kleiner Tipp von jemandem, der natürlich kein Flugzeugbauer ist. Möglicherweise ist so ein Sensor auch teuer, teurer als die ganzen Menschenleben. Aber ich weiß das ja nicht. Nur so eine gut gemeinte Überlegung.



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