Es gibt ja Eltern, die glauben, Masern, Mumps, Polio (Kinderlähmung), Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphterie (unbehandelt: tödlich) könne man umgehen, wenn man nur eine positive Einstellung habe und lassen ihre Kinder nicht impfen.
Andrerseits schnallen sie die Kinder in teureren Kindersitzen im Auto an. Denn sie glauben, dass man einen Crash mit hoher Geschwindigkeit nicht mit einer positiven Einstellung überleben könne.
Seltsam, warum sie so inkonsequent denken. Und arme Kinder, die gegen Unfälle angeschnallt werden, gegen todbringende Viren und Bakterien aber nicht. Fatal und verantwortungslos.
Die Eltern sehen die Sache dann übrigens ein klein wenig anders, sobald ein Kind schwer erkrankt ist an einer der Krankheiten. Mir ist leider ein solcher Fall derzeit bekannt. Das Kind hat überlebt, aber ausgemachte Sache war das nicht. Es stand so ziemlich auf Messers Schneide. Dass die Mutter ihr Kind nun aber gegen die anderen Krankheiten impfen würde, ist ebenfalls noch keine ausgemachte Sache. Es sei doch unwahrscheinlich, dass gleich schon wieder so eine gefährliche Krankheit daherkomme.
Leider wächst Vernunft nicht überall auf der Welt und manch einer glaubt offenbar wirklich, dem geliebten Nachwuchs etwas gutes zu tun, wenn er ihm eine kleine Spritze erspart. Kinderlähmung solle der Nachwuchs aber auch nicht bekommen, positive Einstellung und so.
Es ist irgendwie wie beim Brexit: drinnen und draußen gleichzeitig sein wollen. Gesund bleiben und nicht geschützt sein gleichzeitig.
Geht leider öfters schief.



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