Christen in aller Welt feiern in Anlehnung an das letzte Abendmahl Jesu im Gottesdienst immer wieder das Abendmahl.
Was sie dort aber genau feiern bzw was theologisch vor sich geht, ist ganz unterschiedlich, je nachdem, welche Konfession man fragt.
Auf katholischer Seite glaubt man an die sogenannte Transsubstantiationslehre. Dieser Lehre zufolge glaubt man, dass sich die Substanz von Wein und Brot beim Abendmahl tatsächlich ändert, auch, wenn es nach außen hin aussieht wie Wein und Brot. Tatsächlich aber, so glauben die Katholiken, habe sich der Wein in echtes Blut Christi und das Brot in den echten Leib Christi verwandelt während der heiligen Kommunion, also dem Abendmahl. Das ist auch der Grund, weshalb ein katholischer Pfarrer übrig gebliebene Oblaten oder Wein nicht einfach wegwerfen darf.
Anders und ein wenig entspannter ist die evangelisch-lutherische Sicht. Hier bleibt der Wein Wein, das Brot bleibt Brot. Aber man geht davon aus, dass Jesus während des Abendmahls bei Wein und Brot wirklich gegenwärtig ist, Realpräsenz.
Noch einen Schritt weiter weg von diesen Vorstellungen sehen es die evangelischen Calvinisten. Bei ihnen wird das Abendmahl nur viermal im Jahr gefeiert und es ist einfach nur ein Gedächtnismahl an Jesus. Jesus ist bei diesem Mahl aber nicht unbedingt real anwesend.



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