Es gibt ja durchaus nicht wenige Leute, die diese Ansicht verinnerlicht haben. Z.b. auch in Bezug auf Technik sind ja einige der Meinung, man bräuchte nicht immer die neuesten Neuerungen.
Einerseits ist das natürlich ganz sinnvoll, denn man muss nicht immer gleich mit dem Strom der Zeit mit schwimmen.
Andererseits gibt es dann aber diejenigen, die sich nun in unseren Tagen erstmalig ein Tastenhandy kaufen, welches noch ein graues LCD-Display besitzt. Dies können sie mit gutem Gewissen tun, weil derartige Modelle mittlerweile alt bis hoffnungslos veraltet sind. Bei den aktuellen Smartphones müssen sie noch warten, bis diese auch als alt gelten. Erst dann können sie beruhigt zuschlagen.
Wären alle Leute darauf aus, nur das Alte zu bewahren, nichts Neues aber zu wagen, gäbe es natürlich auch nichts Neues. Sondern nur das Alte, Uralte und Ururalte.
Vorhin wurde ich gefragt, ob ich lieber alte oder neue Kinos mag. Ich glaube, je nachdem. 3D-Filme schaut man sich natürlich lieber in einem Farbkino mit 3D-Brille an und nicht in einem Schwarz-Weiß-Kino ohne eine solche. Wenn man dagegen einen älteren Kultfilm sehen, bietet sich auch die ältere Umgebung an.
Und so ist es wohl generell. Früher war nicht alles besser, gerade im 20. Jahrhundert in Deutschland beispielsweise nicht.
Manche Dinge kann man ins Hier und Jetzt mit hinüberholen, andere lässt man besser in der Vergangenheit. Die Kunst ist es, das Eine richtig gegen das Andere abzuwägen und unterscheiden zu können.
Ach ja, Penicillin war übrigens auch mal neu. Vor seiner Erfindung war die Sterblichkeitsrate doch erheblich, seit Erfindung der Antibiotika kann man vielen Krankheiten nun etwas ziemlich Wirksames entgegensetzen. Neu ist also nicht immer schlecht.




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