Viele Leute führen sie, auf unterschiedliche Art und Weise. Der eine digital, der andere in einem Planer, manche als einzelne Zettel. To-Do-Listen sind sinnvoll, wenn man mehr als zwei oder drei Dinge zu tun hat, um Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und das Wichtige dann nach Möglichkeit auch nicht zu vergessen. Sie können aber auch frustrieren. Wenn man nämlich mit der irrigen Vorstellung lebt, irgendwann seien To-Do-Listen einmal erledigt, kann man im Grunde nur verzweifeln. Besser ist, die Sache mal anzusehen, wie sie ist. Solange man lebt, wird es immer etwas zu tun geben und solange man lebt, wird man immer To-Do-Listen haben. Sie hören niemals auf. Sie ändern sich nur. Dieses Wissen ist doch eigentlich ganz entspannend. Denn es nimmt der scheinbar nie enden wollenden To-Do-Liste ein wenig das Grauen. Man kann nun zu ihr sagen: „Guten Morgen, klar, dass du voll bist, macht aber nichts, denn das wird immer so sein. Dir auch einen schönen Tag.“
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