In Europa hört man derzeit beinahe schon reflexartig als Antwort auf die pariser Attentate viel von Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. Aus dem sicheren Sitz der Demokratie und einem geschützten Staat heraus lässt sich vortrefflich und in theoretischer Weise über derartiges Recht fabulieren.
Christen in Niger jedoch müssen derzeit die Rechnung zahlen.
Aufgebrachte muslimische Demonstranten zünden Kirchen an. In Paris derweil erfreut sich die Satirezeitschrift Charlie Hebdo gigantischer Auflagenzahlen und scheint weit davon entfernt, sich in irgendeiner Weise für die Auswirkungen der respektlosen Karikaturen verantwortlich zu fühlen. Schuld seien nur die Provozierten, nicht die Provozierer. Wenn das mal keine Milchmädchenrechnung ist.
http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-01/niger-charlie-hebdo-ausschreitungen



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