Stefan Ehrhardt. In der fünften Fastenwoche richten wir die Scheinwerfer auf einen Vorhang, hinter dem manche eine Kunst vermuten: Die Kunst, die das Leben zu einem auf Gott gerichtetes Lebenmacht.
Geht der Vorhang erst einmal hoch, heißt es in gut lesbaren Lettern auf einer riesigen Tafel: Die Kunst des Loslassens. Nichts passiert; nach einigen Augenblicken der Stille wird der Vorhang losgelassen und dieser rauscht mit großer Geschwindigkeit herunter – bis er für das nächste Publikum wieder gehoben wird.
Wer loslässt, wird frei. Mit leeren Händen ergibt sich die Freiheit, losgelöst von Zwängen entscheiden zu können, für mich selbst, aber auch in Bezug auf meine Mitmenschen. Die “Kunst des Loslassens” bedeutet zunächst einmal, dass wir die Steine fallen lassen, die wir schon zum Wurf auf andere in die Hand genommen haben:…>mehr.
foto:Susanne Richter / pixelio.de



Kommentar verfassen