Wenn Rabbi Cooper über Antisemitismus spricht, klingt er nicht unfreundlich oder empört. Er ist nach Berlin gekommen, um die Liste des Wiesenthal-Zentrums zu verteidigen, auf der auch Jakob Augstein steht. Mit ihm sprechen will er nicht.
Der Mann, um den es geht, ist gar nicht gekommen. Dafür sitzen rund 50 andere Journalisten am Donnerstagmorgen im Konferenzraum des Bundespresseamtes und hören, was Rabbi Abraham Cooper über eben diesen Mann zu sagen hat. Cooper ist stellvertretender Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums, das zum Jahreswechsel mit einer Liste in Deutschland eine Debatte ausgelöst hat, die bis heute andauert. Es ist dieListe der weltweit zehn schlimmsten antisemitischen Äußerungen 2012.
Platz eins belegen Ägyptens Muslimbrüder, Platz zwei Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad.>mehr.
foto:Phil Gerbyshak makeitgreat,flickr.com



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