Ursachen für Unterdrückung

Der Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats, Heiner Bielefeldt, sieht unterschiedliche Gründe, warum in so vielen Ländern religiöse Minderheiten unterdrückt werden. Gegenüber dem Kölner „Domradio“ sagte der katholische Theologe, dass Staaten auf diese Weise manchmal vom eigenen Versagen ablenken wollten.

Eine Ursache für die Unterdrückung religiöser Minderheiten sieht Bielefeldt in der negativen Stimmung innerhalb der Bevölkerung. „Die kann sich sogar in richtigen Hassakten entladen“, sagt…>mehr.

foto:1sock,flickr.com


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Kommentare

16 Kommentare zu „Ursachen für Unterdrückung“

  1. Derart „unterschiedliche Gründe“ kann ich meinerseits leider nicht sehen. Die Unterdrückung von Minderheiten mag rein äusserlich in verschiedenen Regionen oder Ländern unterschiedliche Ursachen haben; letzten Endes geht es aber – so wie mir scheint – immer um reine Machtpolitik. Und da kommt „die Religion“ (welche auch immer) gerade recht. „Sie“ ist nach wie vor leider immer noch die beste, zwar billigste, aber wirkungsvollste „Waffe“, da sie, wie keine andere, an jenen Ängsten und Hoffnungen rührt, die Menschen jedweder Herkunft beschäftigen: den Sinn des Lebens.

  2. Stimmt, unter dem Deckmantel der Religion lassen sich Leute schon seit jeher gut manipulieren…spricht für den Religionsunterricht an Schulen, denke ich, denn dadurch lernen Kinder auch, gewisse Manipulationen zu hinterfragen – zumindest wenn der Reliunterricht dementsprechend liberal gestaltet ist und auf solche Dinge aufmerksam macht (was zumindest in Bayern der Fall ist, so wie ich das sehe…)

  3. Die Punkt ist halt, weshalb eben gerade Religion sich so vorzüglich dazu eignet, zu manipulieren und Machtpolitik durchzusetzen. Dabei sei der eigentliche Grund und damit das „Wesen“ der Religion(en) gar nicht in Frage gestellt.

    Wenn allerdings, so wie in Deinem Beispiel des „liberal gestalteten Religionsunterrichtes“, ein derart emotional aufgeladenes Thema mit einer guten Portion gesunden Menschenverstandes vermittelt wird, so ergibt sich das kritische Überdenken und Hinterfragen nicht nur fast wie von selbst, sondern es ist dann auch eine bittere Notwendigkeit, selbst, wenn es zuweilen „weh“ tut. Das wirklich Wesentliche eines, sagen wir, religiösen Weltbildes, liegt dann frei und verwundbar „auf dem Tisch“. Dies kann sehr unangehme Folgen haben, es ist aber die einzige Möglichkeit, sich der Essenz dessen bewusst zu werden, was „Religion“ oder „Spiritualität“ wirklich bedeuten kann – im positiven Sinne. Anders gesagt: „der Weg durch das Feuer“ ist unvermeidbar.

  4. P. S.
    Mit „weh tun“ meinte ich übrigens, dass man auch in die Position geraten kann, überlieferte, also „alt hergebrachte“ Positionen (zum Beispiel Dogmen) aufgeben zu müssen oder sie zumindest überdenken sollte.

  5. Ja, stimmt eigentlich. Wenn man den Glauben mal kritisch beleuchtet, heißt das ja keineswegs, dass es ihm die Grundlage entziehen würde. Eher verquere Vorstellungen werden etwas begradigt, aber die Frage nach Gott bleibt ja nach wie vor vorhanden und der Glaube auch.

  6. Ja, Dogmen muss wohl ohnehin jeder für sich einmal analysieren und dazu seine eigene Position finden.

  7. Dogmen sind gemäß ihrer Natur „unumstößlich“; dabei ist es egal, ob es sich dabei um religiös oder politisch motivierte „Lehrsätze“ handelt: das Wort „Dogma“ hat es in sich. Ich persönlich verbinde dieses Wort mit „Machtfragen“, aber nicht mit Religion an sich. Von daher reicht es nicht, wie ich ich finde, sie schlicht und einfach zu „anlysieren“ und daraufhin seine eigene „individuelle Position“ zu finden. Bitte entschuldige, aber das klingt mir zu ungenau, nicht konkret genug. Aber gut, finde jeder seine eigene „Position“ (Haltung) dazu. Welche Konsequenz ergibt sich daraus?

  8. Ja, mag sein, dass Dogma oft mit Macht in Verbindung gebracht werden kann. Aber Dogma ist sicher auch der Versuch, eine Meinung zu formulieren in der Hoffnung, dass sie somit fixiert sein möge, weil man davon ausgeht, dass die Meinung richtig sei.

    Insofern ist Dogma von Haus aus nichts Schlimmes, finde ich. Wenn es aber so verhärtet, dass es vielleicht ganz offensichtlichen Dingen entgegensteht, wird es natürlich albern. Und klar: zur Stärkung gewisser Machtpositionen waren und sind Dogmen auch immer gut zu gebrauchen…

  9. Obwohl ich Deine Ansicht sehr gut nachvollziehen kann, klingt das Wort „Dogma“ in meinen Ohren nach wie vor nach „Ausübung von Macht“; es klingt steinern-monumental, ich verbinde es eben nicht mit „“Hoffnung“, sondern mit Positionen, Ideen, Vorstellungen (oder wie auch immer), deren Anzweifelung durch den „gesunden Menschenverstand“ nicht „zulässig“, also „verboten“ ist.

    Nochmal: ich verstehe Deine Auslegung. Ein Dogma mag Sicherheit bieten, so wie eine Festung gedanklicher oder emotionaler Art. Jede Festung der „Sicherheit“ hat aber eben auch ihre Schattenseiten und das sind ihre Kerker und die Botschaft des Krieges und damit der Gewalt.

    Hoffe, es ist nachvollziehbar, was ich meine.

  10. Ja, kann ich gut nachvollziehen. Und Dogmen werden ja auch dazu sicher immer mal wieder zweckentfremdet.

    Dogma im positiven Sinne wäre für mich: man schreibt mal auf, wie man was verstehen soll.

    Im negativen Sinne: Man nimmt das Aufgeschriebene für unumstößlich und wer eine etwas andere Sicht hat, bekommt ein dickes Problem. (in diesem Sinne hätte ich auch was gegen Dogmen..).

  11. „Mal wieder“ ist gut … (Kein Kommentar)
    Deiner Interpretation, dass es postiv sei, festzuhalten, wie man bestimmte Dinge sieht, um eine, wenn auch nur vorläufige, sinngebende Orientierung zu finden, kann ich nur zustimmen.
    Begriffe wie „Thesen“ und „Dogmen“ sind sich in dieser Hinsicht schon ziemlich miteinander verwandt, oder?

  12. P. S. Schade eigentlich, ich hätte eine persönlichere Antwort von jemanden erwartet, der sich auf einen „persönlichen Gott“ bezieht. „Du“ kannst überhaupt nichts nachvollziehen, zumindest nicht, wenn es sich um einen Austausch wie diesen handelt. „Du“ bist ja nicht mal in der Lage, im Rahmen dieses Themas, wenn „Du“ Dich an mich richtest, Personalpronomen (informelle oder formelle) zu gebrauchen. „Du“ bist mir zu undifferenziert, tut mir leid, ganz im Ernst.

  13. @philgeland

    Ups, was ist los ? Ich habe diese Kommentare nebenbei schnell mal geschrieben neben der Arbeit…wenn Du da eine tiefgehende theoretische Abhandlung erwartest, dann war mir das aufgrund des Zeitmangels leider nicht möglich. Könntest Du noch mal kurz formulieren, was Dich jetzt genau stört , bzw. welche Antwort Du gerne hättest ?

  14. Ich meine, es ging darum (ohne jetzt alles nochmal durchzulesen), dass Du wissen willst, wie ich zu Dogmen stehe, oder ?

    Also: ich finde es richtig, dass es in der evangelisch lutherischen Kirche Luthers Katechismus gibt und auch die Bekenntnisschriften: http://de.wikipedia.org/wiki/Dogma#In_den_evangelischen_Kirchen_in_Geltung_stehende_Bekenntnisse

    Ich vermute, Du bist Katholik ??
    Falls dem so ist – ohne den Überblick über die katholischen Dogmen zu haben – kann ich mir vorstellen, dass Dogma dort etwas anderes bedeutet, als in der evangelischen Kirche, und zwar in dem Sinne, dass man dort Dinge glauben muss, mit denen man sich selber vielleicht kaum identifizieren kann. Das fände ich dann problematisch.
    Die Bekenntnisschriften der EKD finde ich nicht problematisch.

  15. Danke für das „Du“ und das „Dich“. Und – entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte; ich habe mich in der letzten Zeit eher selten auf WordPress eingeloggt. (Dabei halte ich die Blogosphäre nach wie vor für ein besseres Medium als Twitter oder gar Facebook. Das aber nur am Rande …)

    Und: nein, ich wollte nicht in meinen letzten Kommentaren grossartig „theoretisieren“; es ging im Grunde nur um spontane Gedanken, Zweifel, Fragen (nenne es, wie Du willst), die ich ebenso spontan loswerden wollte.

    „Nichts für ungut“, ganz wörtlich!

    P. S.
    Es würde mich schon interessieren, weshalb Du meinst, dass ich katholisch sein könnte. („Die Kofession wird noch nicht verraten“). Wie dem auch sei, alle Gute und bis dahin, wie ich hoffe.

  16. @philgeland

    Hallo, hatte Deinen Kommentar bis gerade eben völlig vergessen.

    Weshalb Du katholisch sein könntest ? Hmmm, weil mir das typisch katholisch vorkommt, wenn man so ein Problem mit Vorgesetzen in der Kirche, bzw. mit Dogmen hat. Evtl. könnte das in einer Sekte ähnlich sein, aber da nennt man es dann wohl nicht Dogma.

    Drum: ja, ich glaube doch, Du müsstest katholisch sein – oder gewesen sein.

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